Mi, 15. August 2018

Nobelpreis-Skandal:

29.04.2018 15:04

Sogar Schwedens Kronprinzessin Victoria begrapscht

Die skandalgeplagte Jury des Literaturnobelpreises rutscht durch Belästigungs- und Korruptionsskandale immer tiefer in die Krise. Jetzt wurde bekannt, dass der Ehemann eines Mitglieds der Schwedischen Akademie sogar Schwedens Kronprinzessin Victoria ans Hinterteil gefasst haben soll. Aufgrund zahlreicher Rücktritte sind mittlerweile nur noch zehn von 18 Mitgliedern aktiv. Das wirft die Frage auf, ob ein solches Gremium noch den ehrwürdigen Nobelpreis vergeben kann.

Ein Belästigungs- und Korruptionsskandal rund um den Ehemann von Akademie-Mitglied Katarina Frostenson hatte die Krise ausgelöst. Das Paar soll die Namen von sieben Nobelpreisträgern ausgeplaudert haben. 18 Frauen hatten dem Mann im vergangenen Jahr darüber hinaus sexuelle Belästigung vorgeworfen. Eine von der Akademie in Auftrag gegebene Untersuchung bestätigte „inakzeptables Verhalten in Form von unerwünschter Intimität“. Die Akademie-Mitglieder hätten davon allerdings nichts geahnt.

Prinzessin an den Po gefasst
Nach neuen Berichten schwedischer Medien könnte unter den Opfern sogar Kronprinzessin Victoria gewesen sein. Bei einem Empfang soll der Franzose ihr vor mehr als zehn Jahren an den Po gefasst haben, berichteten die Zeitung „Svenska Dagbladet“ und der schwedische Rundfunk SVT am Samstag unter Berufung auf mehrere Augenzeugen. Das Königshaus wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. Frostensons Ehemann weist alle Vorwürfe zurück.

Mögliche Wirtschaftsverbrechen
Darüber hinaus steht die Schwedische Akademie nun auch wegen möglicher Wirtschaftsverbrechen im Fadenkreuz von Wirtschaftsfahndern. Die Behörde für Wirtschaftsdelikte habe Untersuchungen eingeleitet, wie es am Freitag hieß. Unterdessen ziehen sich mehr und mehr Mitglieder aus Protest zurück. Auch Frostenson musste bereits gehen. Im Gegenzug gab die ständige Sekretärin Sara Danius ihren Posten auf - nach eigener Aussage auf Wunsch der Akademie.

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