Sa, 23. Juni 2018

Todesdrohungen

06.04.2018 18:06

Missbrauchsskandal erschüttert Fußball-Argentinien

Ein bisher beispielloser Missbrauchsskandal erschüttert den argentinischen Fußball. Im Lande des Weltmeisters sind zwei der drei populärsten Vereine des Landes im Mittelpunkt der Ermittlungen: River Plate und Independiente. Zwei Hauptstadt-Großklubs, die jetzt seit Wochen in den Schlagzeilen stehen. 

Mehrere Jugendspieler des Traditionsteams Independiente hatten in März einem Klubpsychologen erzählt, zu Sex mit Erwachsenen gedrängt worden zu sein. Man stellte ihnen im Gegenzug Geld, einen Fixplatz in der Mannschaft, Sportausrüstung und eine neue Fußballschuhe in Aussicht. Gleichzeitig berichteten auch Jugendspieler vom Rekordmeister River Plate von ähnlichen Vorfällen.

Sie wurden ihrer Kindheit beraubt
Die Staatsanwaltschaft soll mit fünf Opfern schon gesprochen haben. Die Opfer waren offensichtlich Spieler aus dem U-18 Bereich. Viele dieser Kicker stammen aus den ärmsten Gegenden des Landes. „Die Kinder kamen mit ihren Träumen und Hoffnungen aus ihrer Heimat. Diesen Kindern wurden ihre Kindheit und ihre Körper gestohlen“, sagte Maria Elena Leuzzi, Gründerin der NGO Avivi (Asociación de Víctimas de Violación - Verband der Vergewaltigungsopfer).

Es gibt aber viele in Argentinien, die nicht wollen, dass die Fälle aufgeklärt werden. Maria Elena Leuzzi und ihre Mitarbeiter wurden bedroht: „Man wird sie umbringen, wenn sie nicht ihre Finger vom Fußballverein River Plate lassen.“

Nicht nur Fußballer betroffen
Betroffen sind neben Fußballer und Volleyballer auch Turner. Im Fall wurden bisher sechs Personen festgenommen, darunter ein Schiedsrichter und ein Veranstalter von Jugendturnieren. Nach der Verhaftung des Schiedsrichters kam alles ans Licht, was wir bisher wissen. Große Namen fielen bisher noch nicht. Auch, wenn die in Mitleidenschaft gezogenen Spieler berichteten, dass jemand vereinsintern die Fäden hinter den Vorfällen zog.

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