Mo, 17. Dezember 2018

Deal mit Ryanair

21.03.2018 18:03

Hofer: „Hätte es genauso gemacht wie Lauda“

Nachdem Airliner Niki Lauda am Dienstag überraschend den Einstieg der irischen Billigfluglinie Ryanair bei Laudamotion bekannt gegeben hatte, meldete sich am Mittwoch Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) in der Causa zu Wort. Hofer befürchtet keine negativen Auswirkungen auf den Standort Wien und sieht den geplanten Verkauf von letztendlich 75 Prozent der Laudamotion gelassen. Vor der Ministerratssitzung sagte Hofer: „Wenn ich das Angebot gehabt hätte, hätte ich es genauso gemacht.“

Hofer ist der Ansicht, dass dieser Deal für mehr Konkurrenz und damit für günstigere Angebote für die Airline-Kunden sorgen wird. Zudem bleibe Laudamotion eine österreichische Fluglinie, da Niki Lauda mit einer Sperrminorität von 25 Prozent als Chef an Bord bleibt. Auch die Arbeitsplätze am Standort Wien blieben erhalten, so der Verkehrsminister am Mittwoch.

Noch in der Vorwoche hatte Lauda zu den Gerüchten, er könnte mit Ryanair zusammenarbeiten, gesagt: „Ich weiß von null.“ Am Dienstag teilte er mit, dass die Iren für knapp 100 Millionen Euro 75 Prozent seiner Laudamotion übernehmen, sobald die Wettbewerbsbehörde in Brüssel grünes Licht gibt.

Lauda bezeichnete Ryanair als „Turbo“. „Ich bin sehr froh, dass ich diese Lösung gefunden habe.“ Laudamotion wird im Juni mit Flügen ab Österreich starten. Destinationen sind ab Wien Spanien (Mallorca, Ibiza und Malaga), Italien (Pisa und Brindisi), Griechenland (Kreta, Santorin und Kalamata) und Paphos auf Zypern. Von Salzburg, Graz, Innsbruck und Linz steuert Laudamotion Mallorca an. In Deutschland startet Lauda noch im März. Laudas Flotte wird vorerst 14 Flugzeuge umfassen, soll aber letztendlich auf 30 Leasing-Jets anwachsen.

Aus österreichischer wird irisch-österreichische Lösung
Die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki war nach der Insolvenz des Mutterkonzerns vergangenen Sommer insgesamt dreimal verkauft worden. Niki war, nachdem die deutsche AUA-Mutter Lufthansa den Kauf absagte, im Dezember 2017 ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Am 23. Jänner kaufte Lauda überraschend große Teile seiner von ihm 2003 gegründeten Fluglinie zurück. Damals gab es viel Lob für diese österreichische Lösung, die nun offenbar zu einer irisch-österreichischen Lösung verwässert wird.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
EL-Auslosung
LIVE: Wie 1990! Dieser Kracher wartet auf Rapid
Fußball International
Geste gegen Goalie
Ronaldo-Kritik: „Ein Champion macht das nicht!“
Fußball International
Champions League
Auslosung: Alaba trifft auf Klopp, CR7 nach Madrid
Fußball International
Trainingsschnellste
Bestzeit! Ramona Siebenhofer in Gröden top
Wintersport
Emotionaler Appell
Meghans Vater hofft auf Machtwort der Queen
Video Stars & Society
krone.at-Sportstudio
Austria gegen Rapid und Rapid-Fans gegen Polizei
Video Show Sport-Studio
Tödliche Stromschläge
Smartphone kostete zwei Jugendliche das Leben
Elektronik
„Legion of Dawn“
„Anthem“: Neuer Trailer zum Action-Rollenspiel
Video Digital
Man. United im Tief
Symptomatisch! Fellaini schießt Security-Mann ab
Fußball International
Advent im Schwarzwald
Ravennaschlucht: Idylle im Wintermärchen
Reisen & Urlaub

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.