Fr, 19. Oktober 2018

Halbzeit in Klagenfurt

13.03.2018 14:03

Mathiaschitz: „In drei Jahren kann viel passieren“

Halbzeit für die Klagenfurter Stadtregierung: Vor genau drei Jahren gab es den Machtwechsel im Rathaus. Die „Krone“ lädt aus diesem Anlass die Chefs aller Parteien im Gemeinderat zum Gespräch. Den Anfang macht Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SP). Sie spricht über ihren Führungsstil und warum eine Wiederkandidatur in drei Jahren noch nicht fix ist.

Im „Stadtgerücht“ werden sie alljährlich als tobende Stadtchefin dargestellt, die nicht gerade zimperlich mit den Kollegen umgeht. Ist dieser Ruf gerechtfertigt?

Mathiaschitz (lacht): Natürlich schaue ich im Haus genau hin, warum manche Dinge so lange dauern, und hinterfrage das. Das ist aber auch notwendig. Wir sind ein Riesenbetrieb mit 1800 Mitarbeitern. Jeder wird mit Steuergeld gezahlt. Das ist vielleicht bei manchen noch nicht so angekommen.

Ihre Bilanz nach den ersten drei Jahren?

Das Wichtigste ist das ausgeglichene Budget. Ich weiß, das Thema ist sperrig und interessiert viele nicht, aber das war notwendig. Wie wir alle wissen, stand der Finanzkommissär vor der Tür – die Stadt hätte nicht mehr selber entscheiden können.

Andere klagen aber, es werde nur „kaputtgespart“.

Sehe ich gar nicht so. Wir haben es ohne zusätzliche Belastungen für die Bevölkerung und ohne Kündigungen im Haus geschafft. Das, was wir erwirtschaften, kommt ja wieder direkt der Bevölkerung zugute.

Gehört zu einer aktiven Regierung nicht mehr dazu, als nur zu sparen?

Es ist viel geschehen, was man teilweise wieder vergisst. Gleich zu Beginn wurde der Stadionstreit beigelegt und der Tourismusverband aufgestellt. Auch das Vitaneum kann nach 20 Jahren gebaut werden. Oder die Beleuchtungs-Offensive. Viele bedanken sich, dass ihre Straßen ein Licht haben, nachdem jahrzehntelang nichts passiert ist.

Viel Kritik gab es zu Beginn an der neuen Parkordnung.

Heute können wir darauf aber stolz sein. Vorher kannte sich keiner aus, jetzt gibt es ein einheitliches System.

Warum zieht sich die Lösung bei der Begegnungszone am Neuen Platz?

Eine Nachdenkpause tut manchmal gut. Fakt ist: Es braucht ein klares Erscheinungsbild, man kann nicht nur 20 Tafeln aufstellen.

Sie werden in drei Jahren wieder antreten?

Darüber mache ich mir keine Gedanken, ich will den Weg mit Elan fortsetzen. Alles andere entscheiden wir zu gegebener Zeit. In drei Jahren kann viel passieren.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf

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