11.03.2018 11:30 |

Pitztal-Ötztal

Geplante Gletscherehe liegt im Landhaus auf Eis

Derzeit wird über die Politehe zwischen Schwarz und Grün verhandelt. Von dieser Verbindung hängt eine andere Fusion ab, die zwischen den Gletscherskigebieten im Pitztal und Ötztal. Fast zwei Jahre nach Projekteinreichung ist noch kein Verfahren eröffnet. Es fehlen immer noch Unterlagen, heißt es aus dem Landhaus.

Hans Rubatscher (Pitztaler Gletscherbahn) und Jakob Falkner (Bergbahnen Sölden) haben zuletzt den Ball flach gehalten. Zu groß war die Gefahr, dass der geplante Zusammenschluss rund um die Landtagswahl unter die Räder kommt.

Nun steht Tirol vor einer Neuauflage der schwarz-grünen Koalition. Für beide Parteien ist die Oberländer Gletscherehe ein besonders heikler Verhandlungspunkt. Im letzten Koalitionspapier ließen die Grünen festschreiben, dass es maximal eine Liftverbindung zwischen den Gletschern geben darf – auf keinen Fall aber Pisten. Zentrales Element des Projekts sind aber mehrere neue Pisten. „Ohne die macht das ganze keinen Sinn“, betonen Rubatscher wie Falkner. Sie verweisen darauf, dass die Verbindung „innerhalb der bestehenden Skigebietsgrenzen“ passieren soll.

Doch nicht ausgereift
Fast 8000 Seiten Unterlagen wurden im Juni 2016 bei den Behörden eingereicht. „Ausgereift“ war das Wort, das die Gletscherchefs benutzten. Die Behörden sehen das offenbar anders. Auf „Krone“-Nachfrage wird bestätigt, dass es immer noch Verbesserungsaufträge gibt. Es spießt sich bei den zusätzlichen Pisten, aber auch bei der riesigen Bahnstation, die als Verteilzentrum für neue Lifte fungieren soll.

Die Verzögerung muss kein Nachteil sein, wenn die Grünen umschwenken. Ingrid Felipe ist unter Druck. LH Günther Platter nicht minder. Im Pitztal hört man, dass die Gletscherehe versprochene Sache sei.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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