So, 24. Juni 2018

Schwester erstochen

20.02.2018 06:00

Ehrenmord in Wien: Schon 3 Anwälte schmissen hin!

Im Sommer 2017 zeigte Bakhti S. ihre Familie an, wegen körperlicher Gewalt und Morddrohungen. Die Folge: ein Obsorgeverfahren - auch betreffend einiger ihrer Geschwister. Am Montag gab es dazu eine Verhandlung. Ohne die junge Afghanin. Sie wurde am 8. September von ihrem Bruder Hikmatullah getötet. Dieser hat übrigens Schwierigkeiten, einen Verteidiger zu halten: Schon drei Anwälte schmissen hin ...

Acht Kinder haben die Eltern noch. Zwei Mädchen wurden nach Pakistan verheiratet, zwei Söhne - unter ihnen der Täter - sind erwachsen. In den kommenden Tagen soll die Entscheidung darüber fallen, ob die drei jüngsten Brüder des Opfers (elf, drei und zwei Jahre alt) und ihre 17-jährige Schwester (wie schon zuvor Bakhti) in einem Krisenzentrum untergebracht werden sollen.

Ehrenmord von Familienoberhaupt beauftragt?
Vater und Mutter gelten als kaum erziehungsfähig. Die Zustände in ihrer Wohnung in Wien-Favoriten sind katastrophal, wie Mitarbeiter des Jugendamts in den vergangenen Wochen bei mehreren Nachschauen feststellten. Zudem besteht weiterhin der Verdacht, dass der Ehrenmord vom Familienoberhaupt in Auftrag gegeben worden sein könnte.

Sohn Hikmatullah bestreitet das. Er sitzt in der Justizanstalt Josefstadt in U-Haft. Eine Verteidigungslinie für ihn dürfte schwierig sein. Mit Nikolaus Rast hat mittlerweile - zuletzt nach Liane Hirschbrich - der vierte Anwalt seine Vertretung übernommen.

Martina Prewein und Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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