Olympia 2016 in Rio

Spanier werfen IOC-Boss Abstimmungs-Manipulation vor

Sport
04.10.2009 23:20
Nach dem Scheitern der Madrider Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2016 fühlen sich die Spanier vom IOC-Präsidenten Jacques Rogge hintergangen. Wie die spanische Presse am Sonntag berichtete, glaubt die spanische Delegation, dass Rogge die Abstimmung massiv zu Gunsten Rio de Janeiros beeinflusst hat.

Der IOC-Chef hatte Madrid ausdrücklich zu einer Kandidatur für Olympia 2016 ermuntert. Er hatte betont, die Tatsache, dass die Spiele 2012 bereits in Europa stattfänden, bedeute keinen Hinderungsgrund für die spanische Hauptstadt. "Die Erfahrung zeigt aber nun, dass es bei den Kontinenten doch eine Rotation gibt", sagte der spanische Staatssekretär für Sport, Jaime Lissavetzky.

Mitglieder der Madrider Delegation warfen dem IOC-Präsidenten vor, die Abstimmungen über die Vergabe der Spiele 2016 so "dirigiert" zu haben, dass die Wahl auf Rio de Janeiro fiel. Die Zeitung "El Mundo" zitierte ein Delegationsmitglied mit den Worten: "Wenn in der zweiten und dritten Abstimmungsrunde jeweils 20 Stimmen im Block zusätzlich an Rio gehen, heißt das, dass es eine Anordnung von Rogge gab. Die Spiele mussten nach Südamerika gehen."

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(Bild: KMM)



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