Infiziert

Australischer Stromversorger von Virus befallen

Web
02.10.2009 11:59
Ein Virus hat offenbar das Verwaltungsnetzwerk des australischen Stromversorgers Integral Energy befallen. Laut einem Bericht des "Sidney Morning Herald" ist das Netzwerk der Prozessleittechnik, das die Stromerzeugung und -verteilung regelt, nicht betroffen. Experten sehen trotzdem die Gefahr, dass die Malware den Sprung in die Leittechnik schaffen und so für Stromausfälle sorgen könnte.

Diese Annahme basiert auf ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit. Denn obwohl die beiden Netzwerke getrennt sein sollten, können diese miteinander kommunizieren. Im US-Bundesstaat Georgia hat etwa ein Software-Update auf einem PC im Verwaltungsnetz zum Herunterfahren des Atomkraftwerks Hatch geführt. Der Rechner hatte beim Neustart versucht, sich mit einem Server des Kontrollsystems zu synchronisieren und dabei den Datenspeicher des Servers zurückgesetzt. Das Sicherheitssystem interpretierte das Fehlen von Daten als Abfall der Wassermenge und stoppte das Kraftwerk.

Unklar ist indes, wie das Netzwerks von Integral Energy infiziert werden konnte. Laut "Morning Herald" ist das Netz des Unternehmens mit einer Sicherheitslösung von Symantec ausgerüstet, die das Schadprogramm eigentlich seit Anfang des Jahres erkennt. Laut dem Sicherheitsspezialisten handelt es sich bei dem Virus allerdings um einen polymorphen Schädling, der sein Aussehen verändern kann.

Der Stromversorger soll nun einen Dienstleister damit beauftragt haben, die mehr als 1.000 infizierten Computer zu säubern.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele