So, 19. August 2018

"SEAMail"

05.02.2009 12:33

E-Mails ohne Adresse verschicken

Die gute alte E-Mail-Adresse könnte schon bald der Vergangenheit angehören: Forscher der US-Universität von Stanford arbeiten derzeit einem Bericht des US-Magazins "Technology Review" zufolge an einem semantischen System namens "SEAMail" (semantic e-mail addressing), mit dessen Hilfe sich E-Mails künftig auch ohne die Eingabe einer Adresse verschicken lassen sollen.

"Wir möchten Nachrichten an Personen versenden, nicht an eine Abfolge von Zeichen", erklärt Michael Genesereth von der Universität Stanford den Ansatz hinter "SEAMail". Semantische Technologien könnten dies ermöglichen, wodurch technische Details, wie die spezifische Angabe einer E-Mail-Adresse, in den Hintergrund rücken und dem Nutzer einen wesentlich natürlicheren Umgang mit der Anwendung erlauben würden.

Wer mit "SEAMail" eine Nachricht verschicken möchte, benötigt demnach keine E-Mail-Adresse mehr, sondern tippt einfach den Namen des Empfängers ein. Genesereth zufolge seien sogar Eingaben wie "an alle Professoren der Harvard University, die seit 1960 promoviert haben" über das semantische E-Mail-System möglich. Der Nutzer müsse seine Zeit nicht mehr mit dem Aktualisieren von Adressbüchern oder der Suche nach einer bestimmten Adresse vergeuden, stattdessen gleiche eine Software die Eingabe automatisch mit einer Datenbank ab, erläutert der Forscher die Vorzüge von "SEAMail".

Vorrangig richtet sich das System daher an große Organisationen und Unternehmen, in deren Datenbanken bereits umfangreiche Informationen zu Angestellten und Mitarbeitern gespeichert sind. Den großflächigen Einsatz von "SEAMail" sieht Eren Etzioni von der Washingtoner Universität hingegen als problematisch an. Er befürchtet, dass bestimmte Leute bei einem Einsatz von "SEAMail" zu viele Nachrichten bekämen. "Es ist sehr schwierig, die E-Mails zu filtern, ohne dabei wertvolle Nachrichten auszusieben", so Etzioni.

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