Platz für Hühner

“Batterien-Verbot” kommt mit Jänner 2009

Steiermark
18.11.2008 19:32
Ab 1. Jänner 2009 darf in der Steiermark, dem führenden Bundesland in der Konsumeierproduktion, kein Huhn mehr in einer engen Batterie gehalten werden. Die meisten heimischen Betriebe sind bereits darauf eingestellt (so auch jener von Hannes Karner in Mariatrost - siehe Foto) und haben dafür 55 Millionen Euro investiert. Jetzt ist die Unterstützung der Konsumenten gefragt.

1,9 Millionen Hühner gibt es bei uns, davon sind 9,7 Prozent "bio", 33 Prozent dürfen Freiland genießen, knapp 48 Prozent des Federviehs, also 909.951, werden in Volieren oder auf dem Boden gehalten. "Hinsichtlich alternativer Haltungsformen hat unser Bundesland eine Vorreiterrolle in Europa", freut sich Rosemarie Wilhelm von der Landwirtschaftskammer. Die Bauern seien bestens gerüstet: "92 Prozent der 700 Betriebe haben Alternativformen." Von den verbleibenden 50 würden 20 "auslaufen", 30 sind in der Umstellungsphase.

Vermögen für mehr Platz
Unsere Landwirte kostet das ein Vermögen - 55 Millionen wurden in den vergangenen Jahren investiert. Dafür, so Wilhelm, sei jetzt aber auch die Unterstützung der Konsumenten gefragt. Nämlich: durch deren Nachfrage nach steirischen Produkten - speziell dort, wo die Herkunft nicht ersichtlich ist: "Also in der Gastronomie oder bei Backwaren. Wir verlangen dort Kennzeichnungspflicht!"

"Schmuggel durch Kennzeichnung verhindern"
Was Herbert Oster, Aktiver Tierschutz, auch will: "Weil im Ausland Batterien noch erlaubt sind. Und tierquälerische Produkte bei uns nirgends hineingeschmuggelt werden sollen!"

von Christa Blümel, "Steirerkrone"

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