"The Wind Blows Round", laut Jury der einzige Spielfilm im Programm, nehme ein wichtiges Thema aus dem heutigen Leben in den Alpen auf. Ein kleines Bergdorf in den okzitanischen Alpen im Piemont stirbt nach und nach aus. Nur der Sommertourismus bringt der alternden Bevölkerung etwas Einkommen. In diese eingeschworene konservative Gemeinschaft dringt eines Tages ein französischer Hirte mit seiner jungen Familie, seinen Ziegen und seinen unternehmerischen Fähigkeiten als Käsemacher ein. An dem Streifen offenbart sich der Konflikt zwischen der Bewahrung des Althergebrachten und der Notwendigkeit, neue Wege zu gehen.
Alpine und Goldene Kameras
Alpine Kameras in Gold gewannen "Jannu - 20 Jahre später" von Edmond Offner (Niederlande) für einen ungewohnten Rückblick auf eine Expedition vor 20 Jahren: Nach der Bezwingung der Nordwand des 7.710 Meter hohen Jannu im Himalaya verunglückten zwei der fünf Expeditionsteilnehmer beim Abstieg durch die gefährliche Wand tödlich. Der Streifen befasst sich ohne Rücksicht mit der Frage, wie heute die Überlebenden mit dem fatalen Triumph und miteinander umgehen. Eine Goldene Kamera gab es in der Kategorie "Klettern in Fels und Eis" für "Dringo i'r Eitha' (Climbing to the Limits)" von Alun Hughes (Großbritannien) mit einem berührenden Ausschnitt aus dem Leben des walisischen Kletterers.
Abenteuerlich: "Basejumper von Lauterbrunnen"
In der Kategorie "Abenteuer" wurden die "Die Basejumper von Lauterbrunnen. Sportler, Spinner, Süchtige" (Foto) des Schweizers Michael Bühlen Prämiert: Laut Jury ist dies "ein differenzierter und wichtiger Beitrag in einer Kategorie", in der sich bisher videoclip-artige Streifen mit raschen Schnitten und flotter Musik tummelten."
"Verbotenes Paradies"
In "Natur & Umwelt" wurde "Verbotenes Paradies - Die Tiere von Pripjat": Die Deutschen Ellen Windemuth und Marion Pöllmann zeigen, wie schnell sich die Natur ein vom Menschen aufgegebenes Gebiet in der Nähe der Stätte des Reaktorunglücks von Tschernobyl zurückholt.
"Grüß Gott Gams"
In "Alpine & fremde Kulturen" war "Grüß Gott Gams - Felix und die Wildschützen der Berge" von Christian Gramstadt und Christian Weisenborn (Deutschland) erfolgreich.
Lob für "Burma all Inclusive"
Eine "lobende Erwähnung" der Jury gab es auch für einen Lokalmatador, den Grazer Roland Wehap mit "Burma All Inclusive": Westliches Reiseverhalten trifft auf burmesische Alltagssorgen in einer Militärdiktatur. All inclusive wurde - eindeutig Position beziehend - einmal anders definiert.
Nächster Festivaltermin: 11. bis 14. November
Der Termin für das 21. Internationale Berg & Abenteuer Filmfestival Graz 2009 steht schon fest. Es wird vom 11. bis 14. November 2009 stattfinden und könnte dabei deutlich räumlich ausgeweitet und mit mehr Schaumöglichkeiten für Besucher gestaltet sein.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.