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20.01.2017 - 03:50

Händler gibt klein bei: "Tiko" rettet 1.700 Tiere

06.06.2013, 14:33
Der niederländische Tierhändler, dessen Transporter vergangenen Freitag auf der Tauernautobahn verunglückte, hat am Donnerstag ein Transportunternehmen nach Kärnten geschickt, um die rund 1.700 Tiere abzuholen, die im "Tiko" (Tierschutzkompetenzzentrum Kärnten) untergebracht sind. Doch dann die überraschende Wendung: Die Transporteure verweigerten ihre Arbeit, der Händler lenkte schließlich ein und überließ die Tiere dem "Tiko". Dort hat man mit ihrer Versorgung jetzt alle Hände voll zu tun.

Auch wenn der Transportkastenwagen sehr klein war, waren die der Veterinärbehörde und Polizei vorgelegten Transportpapiere und Zertifikate rechtlich in Ordnung. Dem Transport stand also nichts mehr im Wege. Unter dem stillen Protest des "Tiko"- Teams verluden die Mitarbeiter der Firma die Tiere in die viel zu kleinen Transportkisten des Tierhändlers.

Unternehmen verweigerte den Transport

Doch dann kam es aufgrund medialen Drucks und Gewissensbissen der Transporteure zu einer überraschenden Wendung: Die Frächter lehnten es ab, die Tiere in viel zu kleinen Transportbehältnissen und einen Teil der Tiere ohne Wasser für 14 Stunden zu transportieren. Außerdem gaben sie an, die Unterstützung beim Transport nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren zu können. Schließlich verständigten sie ihren Auftraggeber darüber, dass sie unverrichteter Dinge nach Holland zurückkehren werden.

Händler verzichtet auf die Tiere

In einer ersten Reaktion habe der Händler die Tiere dem "Tiko" verkaufen wollen, so Mitarbeiter Alexander Zuzzi: "Doch als wir klarstellten, dass wir auf keinen Fall den Tierhandel durch einen Kauf unterstützen werden, gab er an, auf seinen Besitz verzichten zu wollen und uns die Tiere zu übereignen. Dies soll in den nächsten Stunden noch schriftlich bestätigt werden."

"Tiko" startet mit Vermittlung

Im "Tiko" beginnt die Arbeit jetzt erst richtig. Nun heißt es, die Vierbeiner auf andere Tierschutzorganisationen aufzuteilen und artgerechte Pflege- bzw. Lebensplätze für die vielen Vierbeiner zu finden. Für die exotischen Vertreter wie den Pampashasen will man mit Zoos und Wildparks Kontakt aufnehmen, um eine ihren Ansprüchen gerechte Unterbringung zu gewährleisten.

Sach- und Geldspenden dringend benötigt

Da die Verpflegung das "Tiko" finanziell sehr belastet, bitten die Tierschützer um Spenden auf folgendes Konto: 400.999.1, BLZ 52.000. "Aber auch Sach- und Futterspenden jeglicher Art werden dringend benötigt", schließt Alexander Zuzzi.

06.06.2013, 14:33
red
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