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23.08.2017 - 16:39
Foto: thinkstockphotos.de (Symbolbild)

Spitalsodyssee für 58- Jährigen nach Fahrradsturz

13.08.2017, 12:00

Eine Reise durch vier Linzer Krankenhäuser musste ein Mühlviertler (58) nach einem Sturz beim Radfahren mitmachen, bis seine schwere Halswirbelsäulenverletzung endlich operiert werden konnte. Reinhold B. hatte Glück: Nach dem Eingriff kann er jetzt seine Arme und Beine wieder bewegen, die Prognosen sind optimistisch.

Der Unfall hatte sich am 28. Juli um 15.10 Uhr auf einem Feldweg in St. Peter am Wimberg zugetragen. Reinhold B. war mit seinem Mountainbike gestürzt und reglos liegen geblieben. Eine Zehnjährige sah das und verständigte sofort ihre Eltern. Ihr Vater und Opa führten bis zum Eintreffen des Notarztes Reanimationsmaßnahmen durch, die Wiederbelebungsversuche des Mediziners zeigten schließlich Erfolg.

Der bewusstlose B. wurde mit dem Hubschrauber ins Spital der Barmherzigen Schwestern nach Linz geflogen. Dieses hatte Aufnahme. Da die Mediziner von einer Herzerkrankung ausgingen, wurde B. noch am selben Tag ins Krankenhaus der Elisabethinen überstellt, weil es dort auch eine Herzkatheter- Station gibt.

Auch im Linzer UKH gab es für Opfer keine Hilfe

B. wurde stabilisiert, nach der Aufweckphase stellte sich jedoch heraus, dass er starke Lähmungserscheinungen hatte, Arme und Beine nicht mehr spürte. Die behandelnden Ärzte kontaktierten ihre Kollegen im UKH, die dazu rieten, den 58- Jährigen zu ihnen zu bringen. Nach der Aufnahme des Mühlviertlers warfen die UKH- Mediziner jedoch rasch wieder das Handtuch und ließen den Patienten in den Neuromed- Campus überstellen.

Grund: B. hatte eine Rückenmarksschwellung. Im Neuromed- Campus konnte er erfolgreich operiert werden. Jetzt kann er Arme und Beine wieder bewegen.

"Im Nachhinein kann man immer klüger sein"

Dass B. mit seiner Verletzung von den Elisabethinen nicht sofort zu den Spezialisten in den Neuromed- Campus überstellt worden ist, verwundert. "Im Nachhinein kann man immer klüger sein", sagt Stefan Meusburger, medizinischer Chef der Elisabethinen. Dem Patienten sei kein Nachteil entstanden.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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