Do, 23. November 2017

SPÖ gegen Tötung

06.03.2017 08:17

Polit-Zwist um die „Otterjagd“ in Niederösterreich

Die einmalige Entnahme von 40 Fischottern aus dem Ökosystem - hinter dieser vorsichtigen Formulierung der ÖVP versteckt sich laut Tierschützern nichts anderes als die gezielte Tötung einer bedrohten Art. Schützenhilfe bekommen sie jetzt von SP-Landesrat Maurice Androsch: "Es muss eine bessere Alternative geben!"

"Krone"-Leser kennen die Vorgeschichte. Fischer sind angesichts leergefressener Flüsse und Teiche empört. Für sie ist klar: Die Otter, die erst vor wenigen Jahren wieder im heimischen Ökosystem angesiedelt wurden, sind schuld an den sinkenden Beständen. Sie wollten Jagd auf mindestens 80 Tiere machen.

Tierschützer protestieren weiterhin
Umweltlandesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) schmiedete einen Kompromiss - die "Entnahme" von 40 Ottern sollte Abhilfe schaffen, ohne die Art aber nachhaltig zu gefährden. Von diesen Plänen halten Tierschützer von WWF und "Vier Pfoten" aber nichts: Sie protestieren weiterhin gegen die geplante "Otterjagd" - HIER finden Sie eine Petition zum Thema.

SP-Landesrat: "Uns fehlen Daten"
In diese Diskussion schaltete sich nun auch der Landesrat für Tierschutz von der SP ein. "Wir haben zu wenige Daten, um eine Tötung zu rechtfertigen", so Maurice Androsch bei einem Treffen mit Vertretern der Organisationen am Samstag. Der Politiker plädiert dafür, die Entwicklung der Otterpopulation und die angerichteten Schäden für drei Jahre genau zu überprüfen und erst dann Schlüsse zu siehen.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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