Fr, 20. Oktober 2017

Debatte um Werbung

19.08.2015 05:55

„Bauernkrieg“: Jetzt kontert Andreas Gabalier

Weil er für "deutsche Industriemilch" wirbt, hatte "Volks-Rock-'n'-Roller" Andreas Gabalier scharfe Kritik vom österreichischen Bauernbund einstecken müssen. Jetzt hat der 30-Jährige auf die Vorwürfe der Landwirte reagiert und sich in einem offenen Brief über die Verunglimpfung seiner Person beschwert. Von der Interessensvertretung fordert Gabalier eine offizielle Entschuldigung, "wie es sich unter Bauern gehört". Und bauernschlau, wie er einmal ist, wirft der 30-Jährige den streitbaren Agrariern entgegen: "Weil ich immer zu unseren Bauern stehen werde!"

Der Bauernbund hatte Gabalier auf Facebook attackiert, weil der Musiker für die deutsche Fruchtbuttermilch der Firma Müller wirbt. Die Landwirte schrieben, der 30-Jährige sei eigentlich überhaupt kein Patriot - und lösten damit eine hitzige Debatte pro und contra Gabalier aus.

In einem offenen Brief meldet sich der "Volks-Rock-'n'-Roller" nun erstmals selbst in der Sache ausführlich zu Wort. Gabalier stellt dabei klar, dass man "als Österreicher Erfolge in Deutschland wie die anstehende Tournee mit mehr als 250.000 Besuchern und dem ersten Stadionkonzert im nächsten Jahr in unserem Nachbarland nicht ganz ohne tatkräftige Partnerfirmen, wie es Müller Milch eine ist, schafft". Das "sollte all jenen, die bis drei zählen können, klar sein".

"Schwärme aus tiefster Überzeugung von unserem Landleben"
Seit sechs Jahren stehe er jetzt auf der Bühne, so der Musiker. Er erzähle und schwärme "aus tiefster Überzeugung von unserem Landleben, der kitschigen Natur, unserer kulinarischen Vielfalt, der geselligen Herzlichkeit, die uns ausmacht, und den Dirndlkleidern und Lederhosen, die sich bereits bis in den hohen Norden Deutschlands als ländlicher Lifestyle ausgebreitet haben".

Als offizieller, vom Landwirtschaftsminister ausgezeichneter Botschafter unserer ländlichen Heimat verbreite er in unzähligen deutschen TV-, Radio- und Zeitungsformaten "all das, mit medialer Wirksamkeit und nachhaltigem wirtschaftlichem Nutzen für den Fremdenverkehr wie wohl kaum ein anderer", macht Gabalier seinem Ärger über die Kritik des Bauernbundes und die darauffolgenden Berichte über den "Bauernkrieg" bzw. "Bauernaufstand" Luft.

An die Agrarier gerichtet, schreibt der Musiker: "Ich lasse diese Schlagzeilen als euer größter Botschafter ganz bestimmt nicht auf mir sitzen, und erwarte mir von den 'Interessensvertretern' des österreichischen Bauernbundes eine offizielle Entschuldigung, wie es sich unter Bauern gehört".

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).