Sa, 20. Jänner 2018

Sani suspendiert

02.05.2012 13:42

Fingerkuppen nach Rettungsfahrt im Müll gelandet

Bei einem Unfall abgetrennte Fingerkuppen eines Mädchens (3) sind nach einer Rettungsfahrt in Tirol versehentlich im Müll gelandet. "Die Mutter hatte sie dem Sanitäter in Klopapier eingewickelt übergeben. Nach dem Transport in die Klinik wurden sie vermutlich vergessen und mit dem Verbandsmaterial im Müll entsorgt", sagte Fritz Eller vom Roten Kreuz am Mittwoch. Der Sanitäter wurde suspendiert.

Als Grund gab Eller an, dass der Mitarbeiter "ganz klar" die Verantwortung für den Transport und die Übergabe innegehabt habe. Die Untersuchungen seien zwar noch nicht vollständig abgeschlossen, sollte sich der Verlauf aber so bestätigen, wie er sich derzeit darstelle, werde der Mitarbeiter wohl gekündigt, so Eller.

Kuppen des linken Mittel- und Ringfingers abgetrennt
Der Unfall war am vergangenen Donnerstag geschehen: "Wir waren zu Besuch bei einer Freundin in Zirl, und ich wollte schnell eine Tasche aus dem Auto holen. Da muss Emily in die offene Eingangstür gegriffen haben. Ihr wurden die Kuppen des linken Mittel- und Ringfingers abgetrennt", schilderte die Mutter der Kleinen der "Krone". Die geschockte Frau alarmierte sofort die Rettung und übergab dem Sanitäter die Fingerkuppen.

Bangen nach Operation
In der Klinik kam dann jedoch der große Schock: "Die Ärzte fragten mich, wo denn die Fingerkuppen seien. Sie waren nicht da", erinnerte sich die junge Frau mit Schrecken. Eine Klinikmitarbeiterin entdeckte die Kuppen schließlich im Müll. Sie konnten der dreijährigen Emily wieder angenäht werden. Laut Eller werde sich aber erst in den kommenden Tagen herausstellen, ob sie auch durchblutet und nicht abgestoßen werden.

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