Di, 12. Dezember 2017

Erste Liga

14.04.2012 19:41

Altach schlägt bei Stöhr-Debüt TSV Hartberg 1:0

Torjäger Orhan Ademi hat Trainer Edi Stöhr ein erfolgreiches Debüt beim SCR Altach gerettet. Der in der 58. Minute eingewechselte Schweiz-Mazedonier erzielte im Samstag-Spiel der Erste Liga das "Goldtor" zum 1:0-Sieg der Vorarlberger gegen Schlusslicht TSV Hartberg. Altach hat nach der 29. Runde als Zweiter nun drei Punkte Rückstand auf Leader WAC/St. Andrä (55 Zähler).

Der Erfolg vermochte aber nicht über die enttäuschende Leistung der Gastgeber hinwegzutäuschen. Denn mit Ausnahme des einzigen Treffers, den Ademi nach Doppelpass mit Tomi aus 16 Metern erzielte (73.), brachte das Stöhr-Team nicht viel zuwege. Cup-Halbfinalist Hartberg kam trotz ambitionierten Spiels im zweiten Match unter Coach Walter Hörmann nicht um die siebente Niederlage in den jüngsten acht Runden herum und hat acht Punkte Rückstand auf den Vorletzten Vienna.

Das 0:0 zur Pause war sogar schmeichelhaft für Altach gewesen. Die Gastgeber waren nur zweimal aus Freistößen von Vorisek gefährlich (26./Latte, 43./Rindler hielt), während die Steirer vier Chancen herausspielten. Doch Mössner (25.) und Rossmann (45.) verschossen knapp und zweimal rettete Altach-Keeper Kobras vor Fucek (29.) und gegen Mössner (37.). Nach dem Wechsel waren Torchancen Mangelware, Tomi vergab in der einzigen starken Phase der Hausherren in den ersten zehn Minuten nach dem Wechsel die beste Möglichkeit (52.).

SV Grödig - WAC/St. Andrä 0:1 (0:1)
Bereits am Freitag feierte WAC/St bei Grödig einen knappen 1:0-Erfolg. Die Kärntner bleiben damit weiter auf Aufstiegskurs und liegen nun vier Punkte vor Austria Lustenau. WAC/St. Andrä ging bereits in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Nach einem Kreuz-Eckball entwischte Dario Baldauf seinem Bewacher Thomas Zündel und köpfelte den Ball wuchtig unter die Latte. Die beste Ausgleichschance in der ersten Hälfte hatte Grödigs Toptorschütze Diego Viana nach einer Schubert-Flanke. Der Seitfallzieher des Brasilianers ging knapp am Kreuzeck vorbei. Die Hausherren hatten in weiterer Folge mehr Ballbesitz, agierten jedoch in der Gefahrenzone zu ideenlos.

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich am Spielgeschehen wenig. Ein Schuss von Mersudin Jukic von der Strafraumgrenze und ein Kopfball von Lukas Schubert, der knapp über das Tor des wenig beschäftigten Wolfsberger Torhüters Christian Dobnik ging, waren Grödigs gefährlichste Aktionen. Auf der Gegenseite verzog der eingewechselte Stephan Stückler von der Strafraumgrenze knapp. Es war neben dem Führungstreffer die einzige Chance des über die gesamte Spielzeit harmlosen Tabellenführers.

FC Blau Weiß Linz - SC Austria Lustenau 0:3 (0:2)
Nur 48 Stunden nach dem Cup-Viertelfinalspiel am Mittwoch gegen Austria Wien (1:2) war Austria Lustenau hellwach und erwischte einen Blitzstart. Krajic passte in die Schnittstelle der Linzer Viererabwehrkette und der bullige Boya vollendete frei stehend zu seinem sechsten Tor im sechsten Spiel (6.). Nach einem kapitalen Abwehrfehler erhöhte der 28-jährige Angreifer aus Kamerun gar nach Doppelpass mit Boller per Volleyschuss zum 0:2-Pausenstand (35.).

Drei Tage vor dem mit Spannung erwarteten Linzer Derby gegen den LASK (Montag, 18.30 Uhr) hatten die Blau-Weißen, die binnen acht Tagen im Linzer Stadion gleich auf drei der vier Aufstiegskandidaten treffen, bis auf einen Flachschuss von der Strafraumgrenze durch Nikolov (37., knapp vorbei) wenig entgegenzusetzen.

Im zweiten Abschnitt kontrollierten die Gäste Ball und Gegner und der eingewechselte Thiago erzielte mit einem herrlichen Distanzschuss ins Kreuzeck noch das 3:0 (91.) für die "Ländle-Austria", die damit vier Tage vor dem Vorarlberger Derby gegen Mit-Aufstiegskandidat Altach einen ungefährdeten 14. Saisonsieg feierte. Die 2012 noch ungeschlagenen Lustenauer haben damit im Frühjahr aus acht Partien schon 20 Punkte (6 Siege, 2 Remis) gemacht.

SKN St. Pölten - LASK Linz 1:1 (1:1)
St. Pölten startete sehr engagiert und hatte durch Thomas Fröschl gleich eine tolle Chance. Wenig später jubelte dann SKN-Goalgetter Daniel Segovia, sein Treffer wurde aber wegen Abseits aberkannt. In der Folge entwickelte sich eine flotte Partie, in der sich die Linzer nicht zimperlich zeigten. Nachdem Hannes Aigner Jano im Mittelfeld von hinten attackiert hatte, zückte Kollegger Rot.

Als dann auch noch Segovia aus einem Elfmeter - Ulrich Winkler hatte den Spanier gefoult - die 1:0-Führung der Hausherren erzielte (31.), schien die Partie entschieden. Doch nachdem sich kurz vor der Pause die komplette SKN-Verteidigung eine Auszeit nahm, schoss Kevin Wimmer - aus leicht abseitsverdächtiger Position - die Linzer wieder zurück ins Spiel (40.).

Nach dem Wechsel konnte St. Pölten die numerische Überlegenheit nur selten nutzen, ihre Angriffe wirkten ideenlos und versandeten immer wieder in der dicht gestaffelten Abwehr der Gäste. Die Linzer hingegen wurden im Konter immer gefährlicher und waren dem Siegtreffer am Ende sogar näher. Letztendlich nahmen sie mehr als verdient einen Punkt mit. Im Titelkampf war das Remis allerdings der nächste Rückschlag, zumal im Derby am Montag gegen Blau Weiß Linz nicht weniger als drei Stammkräfte gesperrt sind.

FC Lustenau - Vienna 1:0 (0:0)
Das Goldtor erzielte Lukas Hinterseer in der 69. Minute nach Corner von Teurezbacher. Es war das erste Tor des Tirolers für die Lustenauer, die im vierten Saison-Duell mit der Vienna den dritten Dreier einfuhren. Sieben Minuten vor dem entscheidenden Tor hatte Lustenau-Schlussmann Andreas Lukse einen Elfmeter des kurz zuvor eingewechselten Vienna-Stürmers Dominik Rotter pariert.

Der Strafstoß war Resultat eines unglücklich Handspiels von Christian Haselberger an der Strafraumgrenze (62.). Im Finish warf die Vienna alles nach vorne, aber Lustenau war im Konter dem zweiten Treffer viel näher als die Wiener dem Ausgleich.

Durch den vergebenen Penalty ging eine Erfolgsserie der Gäste von zuletzt vier Spielen ohne Niederlage (je zwei Remis und Siege) zu Ende. Es war die bereits neunte Auswärtsniederlage für die Tatar-Elf in dieser Saison. Der bisher einzige volle Erfolg in der Fremde datiert vom 21. Oktober in St. Pölten (3:0).

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