Mo, 18. Dezember 2017

Samstagsspiele

28.08.2010 20:36

Salzburg stolpert über Mattersburg, Ried schlägt KSV

Meister Red Bull Salzburg hat sich in der sechsten Runde der tipp3-Bundesliga gehörig blamiert. Die Mannschaft von Huub Stevens kassierte am Samstag beim bisher punktlosen Schlusslicht SV Mattersburg eine schmerzhafte 0:1-Niederlage und liegt damit als Achter bei zwei Spielen weniger schon elf Punkte hinter Spitzenreiter Ried, der sich gegen Kapfenberg 1:0 durchsetzte.

Mattersburg - Salzburg 1:0
Das Unheil nahm für die Bullen schon in der achten Minute seinen Lauf. Goalie Tremmel machte einmal mehr keine glückliche Figur bei einem Gegentreffer, als er sich von einem 25-Meter-Freistoß von Seidl ins Tormanneck überraschen ließ. Eine Minute später war der Deutsche immerhin bei einem gefährlichen Schuss von Höller auf dem Posten. Nach der verschlafenen Anfangsphase nahmen die Salzburger das Heft in die Hand, blieben in ihren Angriffsbemühungen jedoch zu einfallslos - mit einer Ausnahme: In der 19. Minute lief der Ball schnell über mehrere Stationen, Wallner legte im Strafraum mit einem Ferserl für Pokrivac ab, doch der Kroate scheiterte an Bliem.

Drei Minuten später servierte der SVM-Goalie Zarate den Ball, der Argentinier verfehlte das Tor aber deutlich, ebenso wie Wallner in der 41. Minute. Wenige Sekunden vor der Pause stürmte Svento in den Mattersburger Strafraum, Höller spitzelte den Ball weg, doch der herauseilende Bliem brachte Svento unmittelbar danach mit voller Wucht zu Fall. Die darauffolgenden Elfmeter-Reklamationen stießen bei Schiedsrichter Manuel Schüttengruber bei dessen Bundesliga-Debüt auf taube Ohren.

Ersatz-Goalie als Matchwinner
Bliem verletzte sich in dieser Aktion und musste nach dem Seitenwechsel durch Borenitsch ersetzt werden. Der neue Keeper musste zunächst nur bei einem Schuss von Jantscher (58.) und einem Kopfball von Sekagya (62.) eingreifen, mit seiner Rettungstat gegen den frei stehenden Hierländer (75.) avancierte er schließlich zum Matchwinner für die Burgenländer.

In der hektischen Schlussphase fanden die Salzburger keine zwingende Torchance mehr vor, dafür wurde Afolabi in der 83. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche geschickt. Kurz zuvor hatte sich schon Mattersburg-Coach Franz Lederer auf die Tribüne zurückziehen müssen und durfte dort über die ersten Punkte gegen die Mozartstädter nach zuletzt acht Niederlagen jubeln. Außerdem endete für die Mattersburger die Negativ-Rekordserie von sieben Liga-Niederlagen en suite, während der große Titelfavorit in seinen jüngsten zehn Meisterschaftspartien nur drei Siege einfuhr.

Ried - Kapfenberg 1:0
Ried bleibt weiter an der Spitze der Bundesliga. Die Oberösterreicher feierten mit einem hart erkämpften 1:0 daheim gegen den Kapfenberger SV den fünften vollen Erfolg en suite. Schütze des aus Abseitsposition erzielten Gold-Tores war der Spanier Guillem, der in der 23. Minute bereits zum vierten Mal in dieser Saison traf.

Nach ersten Chancen durch Stocklasa (2.) bzw. Kröpfl (3., 13.) musste Ried die Verletzung von Stamm-Tormann Gebauer wegstecken. Der Deutsche zog sich bei der Landung nach einer Faustabwehr eine Verletzung zu und wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss im linken Knie durch Auer ersetzt (18.). Die Oberösterreicher steckten den Schock jedoch sehr gut weg und gingen in der 23. Minute in Führung. Allerdings durch einen heftig umstrittenen Treffer, denn nach schöner Vorarbeit von Carril stand Torschütze Guillem im Abseits.

Den Rieder Fans war es egal, sie feierten die spanische Co-Produktion mit "Eviva Espana"-Sprechchören. Weit weniger gelassen nahm die Schiedsrichter-Leistung Kapfenberg-Trainer Gregoritsch zur Kenntnis. Vor allem, weil Referee Dintar wenig später ein Tor seiner Mannschaft nach Freistoß von Kocin und Kopfball von Taboga (zu Recht) wegen Abseits aberkannte (33.). Die Gäste blieben weiter aggressiv, schalteten schnell in die Offensive um und wurden vor der Pause noch einmal durch den schussgewaltigen Kocin gefährlich (35./Auer parierte).

Kapfenberg kam dem Ausgleich durch Kocin (52., 60., 79.) und Sencar (54.) nahe, auf der Gegenseite hätten jedoch Brenner (63.) und Hadzic (69.) für die endgültige Entscheidung sorgen können. Mit Schlusspfiff stand fest, dass für Kapfenberg das Innviertel einmal mehr keine Reise wert war, auch im fünften Anlauf blieb man in Ried ohne Punktgewinn.

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