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08.04.2018 12:14

Heimspiel mit Amore: Wanda füllte die Stadthalle

„Amore, Schatzi“, war der Schlachtruf von Marco Michael Wanda, der beim Konzert seiner Band in der ausverkauften Wiener Stadthalle schier unzählige Male fiel. Am Samstagabend zog es Wanda erstmals seit Längerem in ihre Heimat Wien, wo sie ihr Anfang Oktober erschienenes drittes Album „Niente“ mit Leidenschaft und gewohnt viel Liebe präsentierten.

Viele Songs aus „Niente“, mit dem sie auf Platz eins der österreichischen Charts landeten, ließ die Band nicht aus. „Lascia mi fare“, lass es mich tun, hieß es da voller Aufbruchsstimmung. In „0043“ wurden bittersüße Erinnerungen an die Kindheit besungen, „Ich sterbe“ ließ Todessehnsüchte erwachen. Auch auf Hits und Gassenhauer wie „Bologna“, „Bussi Baby“, „Columbo“ und „Meine beiden Schwestern“ verzichteten Wanda nicht, wiederholen sie teilweise sogar. Die Höhepunkte waren in der Überzahl.

„Packts die scheiß Handys weg, oida“
14.500 Zuschauer zog Wanda an und füllte damit die Stadthalle; das gelingt nicht vielen österreichischen Künstlern. Das Publikum zeigte sich berauscht und überaus textsicher, was - zugegeben - angesichts von Texten wie „lieb sein ist schwer, lieb sein ist anstrengend, lieb sein tut weh“ nicht allzu schwierig ist. Beinahe unmöglich schien es da, nicht durchgehend laut mitzusingen. Wer lieber mitfilmte wurde gerügt: „Packt‘s die scheiß Handys weg, oida“, rief Marco Wanda und erntete dafür Applaus.

Die rechte Hand habe er sich „beim Würfelpoker gebrochen“, meinte der Sänger. Ein Mikrofon konnte er damit trotzdem halten, sogar eine kurze Begegnung mit einer Gitarre hielt die Hand noch aus. Dass er mit seinem ausdünnenden Haar und dem weißen Unterhemd eigentlich nicht für die Bühne geboren scheint, wusste er mit Herzblut und Bühnenerfahrung - zum zweiten Mal spielte die Wiener Band schon in der Stadthalle - wettzumachen.

Maskierte Streicher beim „letzten Wienerlied“
Mit teils melancholischen Texten und dem Einsatz von Streichern versuchten sich Wanda auf ihrem jüngsten Album ein wenig weiterzuentwickeln. Das wurde auch auf der Bühne deutlich. Als sich das Konzert dem Ende zuneigte, holte die Band Streicher in grimmigen Masken zu sich, deren Musik überraschend gut zum geraunzten Text von „Ein letztes Wienerlied“ passte.

„Auseinandergehen ist schwer“ tönte es irgendwann; und man merkte: Der Abschied fällt der Band wirklich nicht leicht. Nach einer längeren Zugabe, in der Hits wie „Bologna“ nochmals ertönten, trennten sich die fünf Musiker dann schließlich doch von ihrem begeisterten Publikum.

Ines Garherr, APA

 krone.at
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