Mi, 24. Jänner 2018

Bad Kleinkirchheim

14.01.2018 08:55

Wilde Conny Hütter nahm ihr Herz in die Hand

Finster, schlagig und versalzen: Der Super-G von Bad Kleinkirchheim war nichts für schwache Nerven. Die Trainer appellierten an den Mut der Mädchen. Das muss man Hütter nicht zweimal sagen: Platz drei!

Versalzen. Höllisch versalzen. Die müssen in Bad Kleinkirchheim in ihren Franz Klammer ganz schön verliebt sein. Gemessen an den Mengen, mit denen sie die Weltcup-Suppe beim Super-G versorgt haben. Nach fast jeder Läuferin.

Immerhin: Die Kärntner erlebten dank dieser Pisten-Würze ihr erstes Rennen seit sechs Jahren. Trotz Regen in den vergangenen Tagen und trotz Plusgraden.

Auch Conny Hütter mundete das versalzene Rennen auf der Franz-Klammer-Strecke bestens. Im siebenten Rennen seit ihrem Comeback, das in Lake Louise mit einem Abfahrtssieg sagenhaft begonnen hatte, fuhr sie zum zweiten Mal auf das Podium. Dritte hinter Federica Brignone und Lara Gut. Wobei der Begriff "fahren" etwas übertrieben ist, es war eher wie ein Ritt, bei dem Hütter die Trainer-Anweisung perfekt umsetzte: "Am Start oben haben sie uns gesagt: Vertrauts auf euch. Nehmt das Herz in die Hand und treibts die Gurken runter."

Tippler bringt sich für Olympia ins Gespräch
Einer Conny Karacho muss man das nicht zweimal sagen. Koste es, was es wolle: "Finster, schlagig – da sollte man ja sauber Ski fahren. Aber das ist nicht so leicht, wenn es einen so richtig herumbeutelt."

Hütters Kampfgeist war Vorbild für einige Kolleginnen im österreichischen Team: Tamara Tippler trat die beiden "Gurken" zum besten Saison-Resultat (6.): "Ich habe mich erstmals für Olympia ins Gespräch gebracht." Was auch Ricarda Haaser als Achte und Christine Scheyer trotz Fehler im oberen Teil gelang (10.).

Gedanken an Elena
Der Sieg ging überraschend an Federica Brignone, die ihren Erfolg auch Teamkollegin Elena Fanchini widmete, die wegen eines Tumors die Saison abbrechen musste: "Ich hoffe, es hilft ihr, schnell wieder auf die Beine zu kommen." Die Zweite Lara Gut touchierte im Schlusshang ein Richtungstor, musste ihre Schulter behandeln. Edit Miklos stürzte nach der Ziellinie, wurde mit Verdacht auf schwere Knieverletzung ins Spital gebracht.

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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