So, 22. April 2018

Zweimal in Folge

11.01.2018 15:04

Konfuser Autodieb (27) scheitert an leerem Tank

Wenig ruhmreich haben am Mittwoch gleich zwei Autodiebstähle eines in Leoben lebenden Deutschen geendet: Der 27-Jährige gab sich als Mitarbeiter eines Autohauses aus und gelangte so zu einem neuen Pkw, der gerade von einem Spediteur angeliefert worden war. Doch schon nach einem halben Kilometer blieb der Dieb mit dem Wagen liegen. Mit einem zweiten Auto kam er gerade mal 200 Meter weit. Er wurde geschnappt.

Der Deutsche wollte laut Polizei gegen 11.15 Uhr bei dem Autohändler in Liezen eine Probefahrt machen, diese wurde ihm aber verwehrt. Da beobachtete der Mann den Spediteur am Firmengelände, der gerade von seinem Lkw-Anhänger mehrere Neuwagen ablud. Der 27-Jährige nutzte die Gunst der Stunde und gab sich als Angestellter des Autohauses aus. Der Lieferant glaubte ihm und gab ihm einen Fahrzeugschlüssel für einen der Pkw. Der Dieb machte sich damit davon, kam er nur etwa 500 Meter weit, weil der Tank beinahe leer war und bei Neuwagen vor dem Verkauf der Motor auf 30 km/h gedrosselt ist.

Zu Fuß auf Pyhrnautobahn unterwegs
Der Deutsche hoffte auf ein anderes Auto, ging zum Spediteur zurück und ergaunerte sich ein zweites Fahrzeug. Mit dem fuhr er abermals davon, kam diesmal aber noch weniger weit. Er musste auch diesen Wagen zurücklassen. Wenig später fiel der Diebstahl beim Autohaus auf. Dank der Beschreibung durch den Spediteur war der Verdächtige rasch gefasst. Er war zu Fuß auf der Pyhrnautobahn (A9) in Richtung Linz marschiert.

Zwei Kisten Leergut gestohlen
Später stellte sich heraus, dass der etwas verwirrt wirkende 27-Jährige noch vor seinem "Besuch" beim Autohaus aus einer offenen Garage in Rottenmann zwei Kisten Leergut sowie einen geflochtenen Korb gestohlen hatte. Die Beute hatte er in seinem eigenen Pkw, den er irgendwo abgestellt hatte, geladen. Nach seinen erfolglosen Autodiebstählen war der Deutsche laut Polizei offenbar wieder zu seinem eigenen Pkw zurückgegangen. Er ließ aber auch diesen nahe der Triebener Bundesstraße (B114) stehen und kletterte über einen Zaun auf die Autobahn.

Verlobte als Ausrede erfunden?
Bei der Befragung gestand der Mann die Diebstähle und sprach von einer Freundin, die er in Rottenmann besucht habe und in zwei Tagen heirate. Diese habe sich jedoch eingesperrt, weshalb er die Diebstähle begangen habe. Die Beamten konnte jedoch keine Frau, die zu seinen Angaben passte, in Rottenmann ausmachen. Die Polizisten erkannten bei seinen Aussagen insgesamt bisher keinen schlüssigen Zusammenhang. Er wurde jedenfalls angezeigt.

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