Das freie Wort

Casinos in tschechischer Hand

Das Desaster begann schon 2016 mit der nun offensichtlichen Fehlentscheidung der Wettbewerbsbehörde, die Übernahme der Mehrheit an Casinos Austria durch die österreichische Novomatic zugunsten eines tschechischen Oligarchen zu verhindern. Dass damit österreichische Steuergelder und Erträge zum Schaden Österreichs ins Ausland fließen, ist für den Chef der Behörde Dr. Thanner unerheblich, da Tschechien auch ein Mitglied der EU sei. Die Mehrheit der tschechischen Sazka-Gruppe sei zum Unterschied zur Novomatic kein Problem, da sie bisher nicht in Österreich tätig war und man eine Übernahme der Casinos durch ein ausländisches Unternehmen nicht verhindern könne (im Interview „ZiB 2“ vom 10. 12. 2019). Es ist zu hoffen, dass die Regierung zum Unterschied zur Wettbewerbsbehörde eine sinnvolle österreichische Lösung findet, um noch größeren Schaden zu verhindern.

Gerhard Grois, Wien

Erschienen am Sa, 14.12.2019

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