Di, 19. Juni 2018

Das freie Wort

Der große Umweltschwindel oder die Hysterie um Diesel-Pkw

Vorausschicken muss ich, wir sind mitten in einem Klimawandel. Wahrscheinlich im raschesten seit Bestehen der Erde. Bis auf wenige Ausnahmen teilt sich die Menschheit in zwei Gruppen. Die einen, welche die Augen fest schließen und das nicht zur Kenntnis nehmen. Und die anderen, welche das für ihre Vorteile nutzen wollen. Ich wage nicht zu sagen, welche der beiden ärger ist. Sie zweifeln? Darf ich das ein wenig erklären. Derzeit läuft eine Hysterie wegen der Dieselmotoren. Alte Diesel-Pkw sollen zuerst aus den Städten verbannt und dann gänzlich verboten werden. Nur mehr neue Wägen sollen zugelassen werden, am besten nur strombetriebene. Sehen wir uns die Sache näher an. Die Erzeugung eines neuen Pkw, egal ob mit Verbrennungsmotor oder Elektromotor, produziert mindestens 100-mal so viel an Schadstoffen wie ein „alter“ Pkw in 25 Jahren ausstößt. Die Logik wäre, so lange als nur möglich mit den alten Wägen zu fahren, anstatt Unmengen an neuen zu erzeugen. Das wäre echte Umweltschonung. Nun zum derzeitigen Diesel-„Hype“ (=Übertreibung). Unbestritten stoßen dieselbetriebene Pkw weniger Kohlendioxid als benzinbetriebene aus. Warum also diese Aufregung? Wegen des Feinstaubs und der Stickstoffoxidwerte? Wen kratzt das bei Feuerwerken, beispielsweise an Silvester? Cui bono, wem nützt es also? Die Autoindustrie sieht hier einen neuen Absatzmarkt. Andere Fahrzeuge erzeugen weit mehr an Schadstoffen. Der Flugverkehr zum Beispiel. Oder die Schifffahrt. Nicht nur auf den Ozeanen. Allein auf der österreichischen Donau fahren jährlich 11.000 Frachtschiffe und 3500 Personenschiffe, das sind durchschnittlich 40 Schiffe pro Tag, und stoßen ganz andere Mengen an Schadstoffen aus. Also hin zum elektrischen Strom. Bei uns noch immer zu einem namhaften Teil aus Gas und Öl, verursacht also Kohlendioxid, zum anderen Teil aus Wasserkraft. Da muss man wissen, 1 km² Staufläche emittiert 120 Tonnen Methan im Jahr, das entspricht 3000 Tonnen CO2. Wie viel Staufläche haben wir bei etwa 6000 Wasserkraftwerken? Es gibt keine Statistik darüber. Wenn es nur 20 km² sind, dann ergibt es eine Schadwirkung von 60.000 Tonnen Kohlendioxid. Aber Wasserkraftwerke gelten bei uns als umweltfreundlich, bloß weil die Öffentlichkeit die Auswirkungen nicht kennt. Ich kann nur wiederholen, es gibt eine große Gruppe, welche mit dem Klimawandel Hysterien anheizt, um ihre Vorteile davon zu haben. Es gäbe gänzlich andere Wege. Das hatte auch die 3-tägige internationale Konferenz „Energie Zukunft Österreich“ im Jahr 2005 gezeigt. Unsere Politik hat nichts davon aufgegriffen.

Helmut Belanyecz, per E-Mail
Erschienen am Do, 8.3.2018

Weitere Leserbriefe
19. Juni 2018
  • Zu wenig Ruhephasen schaden der Gesundheit

    Wenn es nach der schwarz-blauen Bundesregierung geht, muss bald zwölf Stunden gearbeitet werden. Zahlreiche Studien beweisen allerdings, dass Arbeit ...
    Mag. Hans Rankl
    mehr
  • Neues Niveau des Schreckens

    Erschreckend und perfid, was jetzt in Köln zutage gekommen ist. Ein von Sozialhilfe lebender Tunesier hat mithilfe der IS-Internetpropaganda seit ...
    Martin Krämer
    mehr
  • Globale Folgen

    Nun ist es also so weit. Die USA erheben neue Zölle in Höhe von 50 Milliarden Dollar auf chinesische Importe. Somit verlässt der Welthandel die ...
    Christian Stafflinger
    mehr
  • Nein zu den Freihandelsabkommen

    Bekanntlich steht die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA und Mercosur skeptisch und ablehnend gegenüber. ...
    Ingo Fischer
    mehr
  • Hauptberufliche Blockierer

    Zwei Gesetzesperioden lang wurden fast alle Reformen nur angedeutet, meist zum Scheitern gebracht. Nun in der Opposition angekommen (ich meine die ...
    Alois Neudorfer
    mehr
  • Meeresspiegel steigt

    Laut einem Mr. Shepherd soll der Meeresspiegel um 58 m steigen, wenn das Eis der Antarktis schmelzen würde. Laut Dr. Werner Gruber soll, wenn alles ...
    Peter Schatz
    mehr
  • Auswirkungen des Klimawandels

    Es gibt wohl die eustatisch-isostatische Ausgleichsbewegungen: Schmilzt Eis am Südpol ab, so wird der Druck auf die Antarktis-Platte geringer, sie ...
    Theodor Arbeiter
    mehr
  • Meeresspiegel

    Es „wächst“ das Meer, die Erde schwindet, der Mensch sich dreht und krampfhaft windet, wenn er aus Überzeugung spricht: „Den Klimawandel gibt es ...
    Willibald Zach
    mehr
  • Die Stasi lässt grüßen

    Österreich hat vom deutschen Bundesnachrichtendienst das erhalten, was zu erwarten war, und regt sich nun fürchterlich darüber auf. Tatsache in ...
    Franz Köfel
    mehr
  • Bespitzelung

    Wir wurden von Deutschland bespitzelt. Reales Big Brother.
    Markus Karner
    mehr
  • Spionage

    Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) spionierte fast 2000 Anschlüsse bei Unternehmen, Behörden und Organisationen in Österreich aus! Unter den ...
    Joachim Mayer sen.
    mehr
  • Österreichs EU-Vorsitz

    Die neue Regierung Österreichs hat inzwischen viele heikle Themen – wie im Wahlkampf versprochen – mit Elan in Angriff genommen. Schade, dass nicht ...
    Mag. Anton Bürger
    mehr
  • Asylstreit

    Die Gefahr wächst, dass der Asylstreit nicht nur Koalitionen, sondern darüber hinaus die EU sprengt. Die Willkommenspolitik der deutschen Kanzlerin – ...
    Dr. Dieter Bleckmann
    mehr
  • Deutscher Asylstreit

    Im deutschen Asylstreit stehen CDU-SPD auf der Seite von Angela Merkel gegen die CSU und damit eigentlich gegen das deutsche Volk, denn was Merkel ...
    Heinz Vielgrader
    mehr
19. Juni 2018