28.12.2007 15:13 |

Baric-Nachfolger

Arie Haan wird neuer Teamchef von Albanien

Der niederländische Trainer und ehemalige Sportchef von Austria Wien, Arie Haan, ist neuer Teamchef der Nationalmannschaft Albaniens. Einem Bericht der albanischen Nachrichtenagentur ATA zufolge wird Haan Anfang Jänner in Tirana einen Zweijahresvertrag unterzeichnen. Haan folgt Otto Baric nach, der nach einer 1:6-Auswärtsniederlage gegen EM-Teilnehmer Rumänien in der Qualifikation für die EURO 2008 das Handtuch geworfen hatte.

Unter dem früheren ÖFB-Teamchef hatten die "Skipetaren" einige ansprechende Resultate (u.a. Remis gegen Weißrussland, Slowenien und Bulgarien) erzielt, aber allein in den zwei letzten Qualifikations-Spielen gegen Weißrussland (2:4/heim) und Rumänien zehn Tore kassiert. In Gruppe G landeten sie letztlich unter sieben Ländern an fünfter Stelle. "Otto Maximale" war zuvor u.a. Teamchef von Österreich (1999 bis 2001) und in seiner Heimat sowie u.a. Coach des LASK, von Wacker Innsbruck, Austria Salzburg, Rapid und Sturm Graz gewesen.

Rund um die Spiele Albaniens gegen Weißrussland und Rumänien rankten sich später aber auch Schiebungsgerüchte. Albaniens Ministerpräsident Sali Berisha bezeichnete das Nationalteam im TV als "Mafia-Organisation", während Sportminister Ylli Pango den Verbandspräsidenten Armando Duka des "Verkaufs" der beiden EM-Quali-Spielen bezichtigte.

"Das ist eine mafiöse Organisation, die auf unserer Flagge trampelt", meinte Berisha, nachdem Pango in einem Brief an die UEFA gebeten hatte, "klare Beweise" für Spielabsprachen zu untersuchen. Die Attacke hat jedoch auch politische Hintergründe. Duka ist der Bruder jenes Ex-Landwirtschaftministers, den die Regierung Berisha beerbte.

Abwechslungsreiche Karriere von Arie Haan
Auch der 59-jährige Arie Haan hat bereits eine bewegte Karriere hinter sich. Der frühere Internationale der Niederlande (Vizeweltmeister 1974 und 78) arbeitete als Trainer unter anderem bei VfB Stuttgart und dem 1. FC Nürnberg. In Österreich war er 2001 als Sportdirektor bei der Wiener Austria tätig, danach sammelte er in China und Kamerun Praxis als Nationaltrainer. Dazwischen gab es auch ein kurzes Engagement beim iranischen Spitzenclub Persepolis Teheran.

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