16.12.2007 18:33 |

Kurzbahn-EM

Bronze über 50 m Rücken für Fabienne Nadarajah

Dritte Medaille für Österreich bei der Kurzbahn-EM der Schwimmer im ungarischen Debrecen: Nach Gold durch Markus Rogan und Silber durch Mirna Jukic hat am Samstag Fabienne Nadarajah Bronze geholt.

Fabienne Nadarajah hat am Samstag für den täglichen Medaillengewinn des österreichischen Teams gesorgt. Dabei schlug die 22-Jährige nicht wie schon viermal im Delfinsprint zu, sondern über 50 m Rücken. In 27,50 Sekunden verbesserte sie ihren zwei Wochen alten nationalen Rekord um 1/100.

Es ist der insgesamt fünfte Medaillengewinn von Nadarajah, durchwegs auf der Kurzbahn. 2003 in Dublin, 2004 in Wien und 2005 in Triest hatte sie jeweils EM-Bronze über 50 m Delfin geholt, 2006 in Shanghai über diese Strecke sogar WM-Silber. Dass es die diesmalige Vierte im Delfinsprint nun auf der von ihr kaum trainierten Rückenstrecke geschafft hat, ist eine Überraschung. Die Möglichkeit dafür hatte sich aber schon in Vorlauf und Semifinale angekündigt.

Am Vormittag war sie in 27,74 Sekunden Schnellste gewesen, in der Vorschlussrunde rund eineinhalb Stunden vor den Endlauf in 27,66 Dritte. Durch die nochmalige Steigerung um 16/100 hielt die Athletin von SVS Niederösterreich den Bronze-Rang, die viertplatzierte Israelin Anna Gostomelsky schlug nur 4/100 und die fünftplatzierte Weißrussin Aleksandra Herasimenia bloß 6/100 nach dem österreichischen Sprint-Ass an.

Dabei kamen Nadarajah ihre 1,84 m zugute, beim Anschlag machte sie sich zudem dementsprechend lang. "Bei der Wende war ich schon Zweite", sagte sie nachher, "aber die Tauchphase danach war schlecht." Der Schützling von Coach Robert Michlmayr machte aber danach noch den auf das Podest fehlenden Platz gut: "Schwimmerisch bin ich derzeit eben sehr gut. Ich freue mich über diese Medaille, aber vielleicht in einer Woche sogar noch mehr."

Der Sieg ging in der fantastischen Weltrekordzeit von 26,50 Sekunden an die schon bisherige kroatische Europarekordlerin Sanja Jovanovic, womit sie die bisherige, mehr als sechs Jahre alte Weltbestzeit der Chinesin Li Hui um gleich 33/100 und ihre Bestleistung um 41/100 verbesserte. Bei einem 50-m-Rennen ist das eine halbe Welt. Silber sicherte sich in 27,11 Sekunden mit dem respektablen Rückstand von 27,11 die Deutsche Janine Pietsch.

Rogan im Finale über 100 m Rücken
Europarekordler Markus Rogan hat nach seinem Sieg über 200 m Rücken auch das Finale über 100 m Rücken erreicht. Der 25-Jährige kam im Semifinale am Samstag wie schon davor Mirna Jukic über 100 m Brust als Gesamt-Zweiter weiter, in 51,52 Sekunden steigerte er sich im Vergleich zum Vorlauf um 1,1 Sekunden. Als Schnellster kam der Deutsche Helge Meeuw in 51,26 in den Endlauf.

Mirna Jukic als Zweitbeste ins Finale
200-m-Vize-Europameisterin Mirna Jukic ist in ihr drittes Finale bei der Kurzbahn-EM eingezogen. Die 21-Jährige gewann ihr Semifinale in 1:06,46 Minuten, blieb damit nur 13/100 über ihren zwei Wochen alten nationalen Rekord. Damit kam die Wienerin als Gesamt-Zweite hinter der mit dem EM-Rekord von 1:05,56 ankommenden russischen Doppel-Europameisterin Julia Efimowa weiter.

Dinko Jukic in seinem ersten EM-Finale 5.
Der zweifache Junioren-Weltmeister Dinko Jukic hat sich in seinem ersten großen internationalen Finale in der allgemeinen Klasse hervorragend gehalten und Rang fünf über 200 m Delfin geholt. Der 18-jährige Wiener schlug in 1:55,47 Minuten an, womit er seinen OSV-Rekord nur um 4/100 Sekunden verpasste. Der Ungar Laszlo Cseh holte in 1:51,55 sein drittes Gold bei diesen Titelkämpfen.

Koschischek fixiert 12. OSV-Rekord
Die Wienerin Birgit Koschischek hat das Dutzend voll gemacht, indem sie den zwölften österreichischen Rekord im Rahmen der Kurzbahn-EM fixiert hat. Die 20-Jährige kam im Semifinale über 100 m Delfin auf 59,13 Sekunden, womit sie die vier Jahre alte bisherige OSV-Bestzeit ihrer Trainingskollegin Fabienne Nadarajah um 11/100 verbesserte. Als Gesamt-12. verfehlte Koschischek den Final-Einzug aber um 51/100.

Brandl krault neuen österreichischen Rekord
Der Oberösterreicher David Brandl ist als erster Österreicher über 1.500 m Kraul unter die 15-Minuten-Marke geschwommen. Der 20-Jährige gewann seinen Zeitlauf in 14:56,05 Minuten und verbesserte damit seinen erst zwei Wochen alten österreichischen Rekord um 4,72 Sekunden.

Steinegger in ihrem ersten EM-Finale Achte
Die 24-jährige Jördis Steinegger hat in ihrem ersten großen Schwimm-Finale Rang acht belegt. Die Wahl-Linzerin schlug über 400 m Kraul in 4:05,78 Minuten an und verpasste damit ihren im Vorlauf aufgestellten österreichischen Rekord um 98/100. Der Titel ging in 3:57,43 zum dritten Mal auf dieser Strecke in Folge an den französischen Superstar Laure Manaudou.

Mate mit neuer persönlicher Bestleistung
Neo-Österreicher Hunor Mate war davor im Semifinale über 50 m Brust als Gesamt-13. ausgeschieden, verbesserte aber in 27,78 Sekunden seine persönliche Bestleistung um 12/100. Den Endlauf verpasste der 24-Jährige um 27/100 sowie den neun Jahre alten, bei der EM 1998 in Sheffield fixierten österreichischen Rekord von Patrick Schmollinger um 18/100.

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