So, 22. Juli 2018

Militär bleibt

05.10.2007 14:25

Nordkorea für Frieden, aber gegen Truppenabzug

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il hat nach südkoreanischen Angaben beim Gipfeltreffen beider Länder in dieser Woche den Vorschlag zu Gesprächen über einen Truppenabzug von der innerkoreanischen Grenze abgelehnt. "Das Thema war vom Tisch, als Kim Jong Il sagte, eine Diskussion darüber sei verfrüht", erklärte der südkoreanische Verteidigungsminister Kim Jang Soo am Freitag vor Journalisten in Seoul.

Ungeachtet der weitgefassten Gipfelerklärung über Aussöhnung mit dem südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun wolle Kim in der Frage der Abrüstung der koreanischen Staaten nur schrittweise vorgehen, wurde der Minister von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Kein Interesse Nordkoreas an Truppenabzug
Nach Rohs Vorschlag sollten Süd- und Nordkorea über den Abzug von Soldaten und Waffen diskutieren, die entlang der schwer bewachten Grenze aufgestellt seien, hieß es. An der innerkoreanischen Grenze stehen sich mehr als eine Million Soldaten aus beiden Ländern gegenüber.

Als Mitglied der Präsidentendelegation war Kim Jang Soo der erste Verteidigungsminister Südkoreas in Nordkorea. Zum Abschluss des zweiten Gipfels in der Geschichte beider Länder hatten die beiden Staatschefs am Donnerstag in Pjöngjang eine zukunftsweisende Erklärung über Frieden und Zusammenarbeit unterzeichnet. Darin sprachen sich beide auch für Verhandlungen mit den betroffenen Mächten (vor allem die USA und China) über einen Friedensvertrag aus, mit dem nach mehr als 50 Jahren formell der Korea-Krieg (1950-53) beendet würde.

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