02.07.2007 21:35 |

2 Stunden verhört

Dopingvorwürfe: Petacchi beteuert seine Unschuld

Der unter Dopingverdacht stehende Weltklasse-Radsprinter Alessandro Petacchi hat am Montag vor der italienischen Antidopingkommission seine Unschuld beteuert. "Ich habe versucht, meinen Fall wissenschaftlich zu erklären und zu zeigen, dass ich guten Gewissens gehandelt habe", sagte Petacchi. Ob er bei der Tour de France starten werde, ließ er offen: "Dies hängt nun von der Antidopingkommission ab, sie hat es in der Hand", sagte der 33-jährige Italiener in Rom.

Petacchis Verhör bei Italiens Antidopingchef Ettore Torri dauerte am Morgen rund zwei Stunden, danach wurde der von Jörg Jaksche (Bericht in der Infobox) belastete Milram-Teammanager Gianluigi Stanga vernommen. Neben seiner Anwältin Maria Laura Guardamagna waren bei Petacchis Anhörung ein Lungen-und Arzneimittel-Spezialist zugegen. Mit Hilfe der beiden Experten will Torri klären, ob der Milram-Profi tatsächlich nur das ihm per Ausnahmegenehmigung erlaubte Asthma-Mittel Salbutamol aus Versehen überdosiert hat, oder ob er sich absichtlich gedopt hat.

Bei Petacchi war bei einer Dopingkontrolle während des Giro d'Italia am 23. Mai eine Salbutamol-Konzentration von 1.320 Nanogramm im Urin festgestellt worden. Der in Petacchis Ausnahmegenehmigung festgelegte Grenzwert liegt bei 1.000 Nanogramm.

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