Mo, 16. Juli 2018

Klinik in Not

17.01.2018 16:04

Hansa hängt am Tropf

Tausenden Steirern flatterte zuletzt Post von ihren privaten Versicherungen ins Haus. Darin wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der Vertrag mit der Privatklinik Hansa in Graz nicht verlängert wird, ab 1. Februar ein vertragsloser Zustand herrscht. Für die Patienten heißt das: Viele Leistungen müssten sie selbst bezahlen.

"Mit der Privatklinik Hansa in Graz kann leider der zuletzt gültige Vertrag nicht fortgesetzt werden, und wir müssen daher die Zusage der Kostengarantie und der Direktverrechnung per 31. Jänner 2018 widerrufen." Briefe mit diesem Wortlaut landeten in den letzten Tagen zur Genüge in den steirischen Postkästen. Für die bestens ausgestattete Klinik um den neuen Primar Karl Mrak-Caamaño natürlich ein haltloser Zustand, gegen den er mit aller Macht vorgehen will."Ohne Angabe von konkreten Gründen wird von den Privatversicherungen die Kostengarantie mit 1. Februar verweigert. Es ist für mich absolut inakzeptabel, dass uns Ärzten die Versorgung unserer Patienten in höchstqualitativen Betrieben wie der Hansa in Zukunft untersagt werden soll", ließ Mrak-Caamaño in einem Schreiben an seine Kollegen wissen.
Nachgefragt bei den größten Versicherungen im Land gibt man sich bei dem Thema wortkarg. Bestätigt wurde aber, dass von der Leistungskürzung nur Hansa betroffen ist, die Verträge mit den anderen Privatkliniken in der Steiermark verlängert wurden. Somit ist klar: Der Wettbewerbsnachteil würde die Traditionsklinik ganz schnell in finanzielle Turbulenzen bringen
Eine kleine Hoffnung: Die Versicherungen nahmen die zuvor abgebrochenen Verhandlungen gestern wieder auf.

Alexander Petritsch, Kronen Zeitung

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