Di, 23. April 2019
23.12.2017 06:00

Hautschutz im Winter

Mit roten Wangen durch den Schnee

Nicht immer hängen Rötungen mit frischer Winterluft zusammen, sie können auch erweiterte oder geplatzte Äderchen anzeigen. Wenn der hauteigene Kälteschutz nachlässt - vor allem bei Kindern -, muss eingecremt werden.

Klirrende Kälte und glitzernder Schnee in der Sonne draußen, wohlige Ofenwärme drinnen. So stellen wir uns einen herrlichen Wintertag vor. Für die Haut ist dieses Wechselbad aber nicht optimal. Pflege und UV-Schutz sind daher mehr als nur Kosmetik, sie erhalten auch die natürlichen Hautfunktionen. Darauf sollte man schon bei den Kleinsten achten. "So manches rote Bäckchen bei Kindern ist nicht so sehr Ausdruck strotzender Gesundheit, sondern auf erweiterte Äderchen durch die extremen Unterschiede zwischen Außen- und Innentemperaturen zurückzuführen. Blau-rote durchschimmernde Äderchen im Gesicht nimmt man dann nicht selten bis ins Erwachsenenalter mit", warnt die Wiener Hautärztin Dr. Sylvia Holle-Robatsch.

Kinder sind besonders empfindlich
"Bereits Temperaturen unter acht Grad Celsius senken die Talgproduktion. Dadurch wird die Haut brüchiger. Sonnenstrahlung im Gebirge sowie Eiseskälte können noch schneller Schäden hervorrufen", berichtet Dermatologe DDr. Gerald Rehor, Vorarlberg. "Kinderhaut hat einen relativ geringen Eigenschutz, die Aktivität der Talgdrüsen ist noch schwach ausgeprägt und die Produktion des schützenden Hautfarbstoffes Melanin gering. Dadurch besteht eine besondere Empfindlichkeit", gibt auch Univ.-Prof. Dr. Rainer Kunstfeld vom Dermatologikum Wien zu bedenken. Daher schon vor dem Verlassen eines Raumes alle unbedeckten Flächen des Körpers gut mit entsprechender Creme einschmieren. Nicht nur beim Wintersport, sondern auch beim Spazieren, auf der Sonnenterrasse der Skihütte und beim Schneemannbauen im Garten.

Stimmt es eigentlich, dass Creme bei Minusgraden in den Poren gefrieren kann?
Tatsächlich sind Produkte, die kaum Fette und viel Feuchtigkeit enthalten, für Aktivitäten im Freien bei kaltem Wetter nicht geeignet. Deshalb müssen die Wasserpartikel in pflanzliche Öle eingebettet sein, damit sie erst in den unteren Hautschichten freigegeben werden. Achten Sie darauf, dass die Ölbestandteile rein pflanzlicher Natur sind (z. B. kein Paraffin). Lichtschutzfilter aus Titandioxid gelten nach dem neuesten Stand der Wissenschaft als unbedenklich.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
England-Drama
Polizeipferd stirbt bei Fußballmatch-Einsatz!
Fußball International
Ab nach Deutschland
Fix! Oliver Glasner wechselt vom LASK zu Wolfsburg
Fußball National
Mit 79 Jahren
Celtic-Legende Billy McNeill gestorben
Fußball International
„An Seite des Feindes“
Neue IRA bekennt sich zu Mord an Journalistin
Welt

Newsletter