13.12.2017 15:59 |

Gröden-Training

Knieprobleme: Sorgen um "Super-Elch" Svindal!

Im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt der alpinen Ski-Herren in Gröden hat der US-Amerikaner Jared Goldberg die Bestzeit markiert. Hinter seinem Landsmann Wiley Maple (+0,47 Sekunden) landeten am Mittwoch die beiden Deutschen Thomas Dreßen (0,51) und Andreas Sander (0,67). Bester Österreicher war Matthias Mayer (1,15), der den 13. Rang belegte. Aksel Lund Svindal kämpft mit Knieproblemen, belegte mit 3,11 Sekunden Rückstand nur den 69. Platz.

"Es ist nicht ganz okay. Beaver Creek und dann nachher die Reise zurück nach Europa haben schon gekostet", meinte Svindal mit Verweis auf sein lädiertes rechtes Knie. "Ich muss es einfach von Tag zu Tag anschauen und nicht so viel Dramatik daraus machen, weil das habe ich vor der Saison gewusst, dass es ein bisschen so wird", betonte Svindal. Schmerzmittel nehme er - mit Ausnahmen - nicht: "Am liebsten nicht, aber schon Voltaren oder so etwas. Aber richtige Schmerztabletten nicht."

Viel Physiotherapie und Ergometer-Arbeit würden immerhin etwas Linderung verschaffen. Im Extremfall würde der Norweger aber auf Rennen verzichten, wenn die Schmerzen unerträglich wären. "Hoffentlich ist es nicht Kitzbühel oder Olympia oder Wengen. Aber in Beaver Creek war es auch nicht sehr gut, daher wäre es brutal schade gewesen, Beaver Creek auszulassen", meinte er.

Der bald 35-Jährige kehrt an den Ort zurück, der im Vorjahr das Ende seiner Weltcup-Saison bedeutet hatte. Wegen anhaltender Schmerzen ließ sich Svindal im vergangenen Jänner erneut durchchecken, dabei wurde die Sinnhaftigkeit einer weiteren Operation deutlich. Ein Jahr davor, im Jänner 2016, waren bei ihm in Kitzbühel Kreuzband und Meniskus gerissen.

Nyman vor Comeback
Noch nicht so weit wie Svindal, der Norweger hat bereits vier Rennen in den Beinen, ist Steven Nyman. Der US-Amerikaner, der sich im Jänner 2017 bei einem Horrorsturz in Garmisch-Partenkirchen gleich drei Bänder im Knie gerissen hatte, steht unmittelbar vor seinem Comeback.

Das Training mit gestarteten 93 Athleten war noch ein behutsames, wenig aussagekräftiges Herantasten an die Saslong, die heuer dank der kalten Temperaturen in den vergangenen Wochen früher als gewohnt in einem rennfertigen Zustand war. Im oberen Teil hatte der Neuschnee der vergangenen Nächte allerdings eine brüchige Piste hinterlassen. Der Start wurde daher kurzerhand um eine halbe Stunde verschoben, los ging es erst vom Super-G-Start.

Mayer: "War viel zu weich"
"Es war viel zu weich. Es war eine Schicht gefroren, nach den ersten Besichtigungen ist das weggerutscht. Darunter war alles nur mehr knollig, das ist dann alles rausgebrochen", erzählte Mayer. "Ich weiß nicht, wie sie das herrichten werden. Das werden sie sicher mit Pistengeräten rausschieben müssen, schätze ich." Der Rest der Strecke sei jedoch in einem Top-Zustand, berichtete der Kärntner, der mit seiner Fahrt im Großen und Ganzen zufrieden war.

"Ich bin eigentlich relativ sauber runtergefahren. Vielleicht war das zu sauber", meinte Reichelt. "Es geht schön zum Fahren, das ist das Positive am heutigen Tag. Jetzt freue ich mich schon so richtig auf morgen", resümierte Max Franz.

Ergebnis:
1. Jared Goldberg (USA) 1:27,27 Min.
2. Wiley Maple (USA) +0,47 Sek.
3. Thomas Dressen (GER) 0,51
4. Andreas Sander (GER) 0,67
5. Werner Heel und Christof Innerhofer (mit Torfehler/beide ITA) 0,84
7. Adrien Theaux (FRA) 0,88
8. Nicolas Raffort (FRA) 0,95
9. Bryce Bennett (USA) 1,00
10. Manuel Osborne-Paradis (CAN) 1,01
Weiter:
13. Matthias Mayer 1,15
17. Romed Baumann 1,44
18. Hannes Reichelt 1,47 (alle drei AUT)
19. Kjetil Jansrud (NOR) 1,49
20. Vincent Kriechmayr 1,50
21. Max Franz 1,53
22. Otmar Striedinger 1,58
27. Johannes Kröll 1,71
32. Daniel Danklmaier 1,83
45. Patrick Schweiger 2,22
48. Christian Walder 2,33
58. Niklas Köck 2,70
68. Christopher Neumayer (alle AUT) 3,07

69. Aksel Lund Svindal (NOR) 3,11
71. Frederic Berthold (AUT) 3,17

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