Sa, 20. April 2019
06.12.2017 11:29

Er schweigt weiter

Kinder entzogen: Vater schon zum 3. Mal verurteilt

Zum mittlerweile dritten Mal ist ein zweifacher Vater am Landesgericht Steyr wegen Kindesentziehung verurteilt worden und hat eine Strafe von 15 Monaten unbedingter Haft ausgefasst. Doch noch immer schweigt der Mann eisern über den Aufenthaltsort seiner beiden Söhne. Der 54-Jährige hatte bei einem Urlaub in seinem Herkunftsland Ägypten die Kinder zu seiner Familie gebracht. Das Sorgerecht liegt jedoch bei der Mutter der beiden Buben, die ihre Söhne nun seit mittlerweile zwei Jahren nicht mehr gesehen hat.

Nach seiner Darstellung hatte der Angeklagte im Jahr 2015 die damals drei bzw. fünf Jahre alten Buben im Ägyptenurlaub zu seiner Familie gebracht. Diese würde nun die Herausgabe verweigern. Er wisse nicht, wo sich die Kinder aufhalten, sagte er einmal mehr vor Gericht aus. Deshalb war er in der Vergangenheit bereits zweimal verurteilt worden - einmal zu zwölf Monaten Haft, ein weiteres Mal zu 18 Monaten.

Doch etwas bewirkt bzw. an seiner Gesinnung geändert haben die Gefängnisaufenthalte nicht. Weil die Söhne noch immer nicht der Mutter zurückgegeben wurden, wurde der 54-Jährige nun ein weiteres Mal angeklagt - und schlussendlich wieder verurteilt. Denn das Gericht ist der Ansicht, dass es dem Beschuldigten sehr wohl möglich wäre, die Kinder wieder zu ihrer Mutter zurückzubringen.

Mutter suchte selbst erfolglos nach ihren Kindern
Ein kürzlich angesetzter Verhandlungstermin war vertagt worden, weil die als Zeugin geladene Mutter der Kinder nicht erschienen war. Sie war in Ägypten, weil sie selbst nach den Kindern suchen wollte, hatte dabei jedoch keinen Erfolg.

Die Verteidigung und die Staatsanwaltschaft gaben keine Erklärung ab - daher ist das Urteil nicht rechtskräftig.

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