Do, 15. November 2018

Donauinsel-Vorfall

03.07.2017 15:03

Wiener macht Ärger auf Facebook Luft - gekündigt!

Eine gerade noch verhinderte Vergewaltigung auf der Donauinsel hat nun indirekt auch für einen jungen Wiener ein Nachspiel. Weil Patrick F. in einem Facebook-Video (siehe oben) seinem Ärger Luft machte, verlor er seinen Job. F. trug während der Aufnahme nämlich seine Dienstkleidung - und sein Arbeitgeber war über die Ausdrucksweise des Angestellten nicht gerade erfreut.

"Wie kann es sein, dass ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan auf dem Donauinselfest ein Mädel fast vergewaltigt, in U-Haft kommt und dann freigelassen wird?", empört sich Patrick F. in seinem Facebook-Video, das sich an Bundeskanzler Christian Kern und den Wiener Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) richtet. Zahlreiche User stimmen F. zu, das Video wurde bereits rund 100.000-mal abgerufen und mehr als 1600-mal geteilt.

Dienstgeber: "Private Meinung"
Der Dienstgeber des jungen Mannes, die GWS-Krankenbeförderung GmbH, war über das Video allerdings nicht erfreut: Patrick F. erhielt kurz danach die Kündigung. In einem Statement dazu machte die GWS auf Facebook deutlich, man habe dessen Arbeitsleistung zwar sehr geschätzt, allerdings habe F. dem Unternehmen geschadet, weil er in dem Video seine Arbeitskleidung trug. Zudem distanziere sich die Firma von den Aussagen ihres Ex-Mitarbeiters.

FPÖ ortet politische Intervention
Von Kern oder Häupl gibt es bislang kein Statement, die FPÖ ortet allerdings politische Intervention. "Offenbar nimmt es die SPÖ mit Bürgermeinungen genauer als einem lieb sein kann, wenn man mit Kritik so umgeht, dass jemand sogar seinen Job verliert", meint der freiheitliche Stadtrat Toni Mahdalik dazu. Die FPÖ kündigte zudem an, F. einen Anwalt zu stellen.

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