03.04.2017 13:00 |

Ausflug und Reise

Mit Homöopathie durch die warme Jahreszeit

Ob unterwegs oder im Urlaub - wer auf Homöopathie setzt, ist für kleine Beschwerden oder Verletzungen bestens gerüstet. 75 Prozent der Österreicher stufen diese Art der Medizin als sehr wirkungsvoll ein. Herstellungsfehler wie in den USA, welche Todesfälle verursachten, können in Europa nicht passieren, versichern Experten.

Wer mit einer gut sortierten homöopathischen Hausapotheke startet, kommt besser durch Frühling und Sommer! Oft passieren beim Wandern, Laufen oder Radfahren kleine Verletzungen, die man aber mit den "Kügelchen" gleich behandeln kann. "Arnika ist wohl eines der bekanntesten homöopathischen Mittel für Sportler. Es lindert Schmerzen, verhindert massive Schwellungen sowie Blutergüsse und beschleunigt den Heilungsprozess", erklärte der Wiener Orthopäde und Sportmediziner Dr. Karl-Heinz Kristen auf einer Pressekonferenz. "Typischerweise zu verwenden bei stumpfen Verletzungen von Weichteilen mit Gewebeeinblutungen, Verschlimmerung durch Bewegung, Ruhelosigkeit und Verbesserung durch Kälte, z.B. bei Prellungen oder Zerrungen."

Reiseübelkeit und Sonnenstich
Ferrum phosphoricum (phosphorsaures Eisen) kommt gegen Reisefieber zum Einsatz. "Macht der Kreislauf Probleme empfiehlt sich Veratrum album (weiße Nieswurz)", erklärt Dr. Ilse Fleck-Václavik, Allgemeinmedizinerin und Homöopathin aus Perchtoldsdorf (NÖ). "Bei Sonnenstich mit Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen hat sich Belladonna (Tollkirsche) bewährt."

Gegen Erbrechen, in Verbindung mit Unruhe und Angst sowie Schwäche rät die Medizinerin zu Arsenicum album. Sind die Beschwerden mit dem Gefühl des "Genervtseins" verbunden und verschlechtert sich der Zustand schon bei kleinster Bewegung, sollte man zu Bryonia greifen. Bei Problemen mit dem Bauch ist Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Deswegen macht es Sinn, einige Globuli in Wasser aufzulösen und diese über den Tag verteilt zu trinken. Ein großer Vorteil: Homöopathika müssen nicht über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden, sondern wirken bereits über die Mundschleimhaut. Die Experten empfehlen, alle Arzneien in einer C12-Potenz mit auf Ausflüge und Reisen zu nehmen.

Eva Greil-Schähs, Kronenzeitung

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