Sa, 18. August 2018

Öko-Krimi:

23.11.2016 17:06

Pflanzengift soll auf Verbotsliste

Die Affäre um stark überhöhte Pflanzengift-Werte in Wäldern (wir haben berichtet) weitet sich aus. Um Spaziergänger künftig vor dem Umweltgift Glyphosat zu warnen, werden Hinweistafeln gefordert. Die Umweltabteilung prüft unterdessen Möglichkeiten, die Chemikalie ganz zu verbieten. Die Folgen wären weitreichend.

Die "Krone" hatte den Fall um die Giftwolke in einem Wald der Gemeinde Poggersdorf bereits vor Wochen aufgezeigt. Wie berichtet, wurde auf einem Waldgrund der Firma "Tilly Domäne GmbH" von Gerd Lothar Tilly der Unkrautvernichter Glyphosat ausgebracht. Die Grenzwerte wurden weit überschritten, wie Umweltschützer angeben.

Wie sich herausgestellt hat, ist der Behörde bereits seit August ein weiterer Verdachtsfall bekannt. Konkret geht es um ein Areal der Firma "Tilly Forstbetriebe" von Kommerzialrat Hans Tilly am Grosskoll im Görtschitztal. "Das Mittel wird seit Jahren so ausgebracht - vollkommen legal", sagt Tilly. Er spricht aber über eine "ernste Angelegenheit", die auch für Gemeinden weitreichende Folgen haben könnte. Denn während der Unkrautvernichter von der EU befristet zugelassen ist, will der Naturschutz das Mittel jetzt zur Gänze verbieten. Dies soll über die Pflanzenschutzverordnung geschehen, die eine "zeitgemäße Bewirtschaftung" verlangt. "Derzeit prüfen Sachverständige ein mögliches Verbot", so Umweltreferent Rolf Holub. Geprüft wird auch, wie es schon wieder passieren konnte, dass die Behörde einen Umweltalarm völlig verschlafen hat.

Von einem Glyphosat-Verbot wäre auch ein Großteil der Kommunen betroffen, in denen Glyphosat nach wie vor zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird.

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