29.09.2006 22:55 |

Legionärs-Kritik

Scharner erklärt Hicke-Absage

Wenige Tage nach dem enttäuschenden 1:2 im Testspiel im August gegen Ungarn hatte Paul Scharner genug von der österreichischen Nationalmannschaft. Der England-Legionär erklärte Josef Hickersberger zwei Jahre vor der EURO 2008, dem Team nicht mehr zur Verfügung zu stehen. „Mir fehlt im ÖFB das übergeordnete Ziel“, begründete dies Scharner nun.

Seine eigenen Ziele, die der 26-Jährige gemeinsam mit Mentalbetreuer Valentin Hobel ausgearbeitet hat, sind hingegen hoch gesteckt. „Ich will Weltklasse werden, Schritt für Schritt. Seit ich mit Hobel zusammenarbeite, weiß ich, warum ich Sport betreibe“, erklärte der Defensiv-Allrounder, der sich bei Wigan Athletic einen Stammplatz in der Premier League erarbeitete. Zuletzt macht Scharner mit zwei Toren gegen Everton auf sich aufmerksam.

„Ich habe eine Perspektive, beim ÖFB gibt es die derzeit nicht. Bis zur U19 sind wir gut, aber ab dann ist der Wurm drinnen“, meinte der Niederösterreicher, der ursprünglich angegeben hatte, vorerst nicht mehr im Team spielen zu wollen, weil er zum aktuellen Zeitpunkt nicht helfen könne. „Es fehlen aber einfach die Ziele. Wir haben zwar eine EM, aber dort sind wir nur dabei, weil wir Gastgeber sind. Das kann doch nicht alles sein.“

Den Klassenunterschied zwischen österreichischer und englischer Liga habe man laut Scharner am Donnerstag in Blackburn deutlich gesehen. Auch Middlesbrough-Verteidiger Emanuel Pogatetz hat die Strukturen im Verband zuletzt heftig kritisiert und scheint wie erwartet nicht im Kader Hickersbergers für die Testspiele gegen Liechtenstein und die Schweiz auf.

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