Mo, 23. Juli 2018

Schonen Sie sich!

04.11.2016 17:00

Grippaler Infekt: Kein Fieber, also nicht krank?

Nur erhöhte Temperatur - alles nicht so schlimm, denken viele, die sich eine Erkältung eingefangen haben, gehen weiter ins Büro oder treiben sogar Sport. Warum Sie das besser nicht tun sollten.

Ein grippaler Infekt ist zwar im Vergleich zur echten Grippe tatsächlich harmlos, Schonung ist aber trotzdem angesagt, wenn man hustet und die Nase rinnt, denn auch ein verschleppter Infekt kann unangenehme bis hin zu gefährlichen Folgen haben.

Unbedingt in den ersten zwei, drei Tagen schonen. Der Infekt schwächt den Organismus, der an allen Fronten des Atemsystems die Viren abzuwehren versucht. Wird er dabei gestört, bringt man den Schnupfen oft wochenlang nicht los, obwohl eine Erkältung nach sieben Tagen vorbei sein sollte. Weitere Gründe, warum Sie sich die Zeit zur Regeneration nehmen sollten:

  • Eine Entzündung des Herzmuskels durch verschleppte Viren oder Bakterien sind die schlimmste Folge einer übergangenen Erkältung. Manche Infekte sind sogar so massiv, dass sie den Beschwerden einer Grippe ähnlich sind. Keinen Sport betreiben, bis Sie sich wieder fit fühlen!
  • Wer seine krächzende Stimme nicht schont, riskiert zum Beispiel eine Kehlkopfentzündung, die sogar chronisch werden kann - ein Fall für den Arzt. Gleich zu Beginn viel warme Flüssigkeit trinken, wenig reden.
  • Schmerzen im Hals und Rachen können sich bis in die Ohren ausbreiten. Eine Mittelohrentzündung ist weit unangenehmer, als zwei Tage im Bett zu bleiben. Außerdem können sich die Beschwerden bis ins Innenohr verlagern. Ab zum Arzt!
  • Erobern die Schnupfen-Viren die Schleimhaut der Bronchien, besteht die Gefahr einer Bronchitis, die hartnäckig ausfallen und sich zur Lungenentzündung entwickeln kann. Zusätzlich freuen sich einzelne auf dem ohnehin schon irritierten Schleimhautareal befindliche Bakterien, dass sie sich nun ebenfalls hemmungslos vermehren können. Eine Lungenentzündung ist vor allem für ältere und immungeschwächte Menschen gefährlich. Dann kommt man um Antibiotika nicht herum. Ständiger Husten schädigt zusätzlich die Flimmerhärchen auf der Schleimhaut, sie können dann Schadstoffe nicht mehr so gut abtransportieren.
  • Die Nase ist verstopft? Ein zunächst harmloser Schnupfen wird mitunter zum Wegbereiter von Viren und Bakterien in den Nebenhöhlen (Druckschmerz unter den Augen - vor allem beim Bücken). Die Entzündung breitet sich dabei rasch über die Verbindungsgänge von der Nase zu den Nebenhöhlen aus. Hier hilft die Infrarotlampe.
  • Halsschmerzen sind "normale" Erkältungszeichen, besonders zu Beginn der Erkrankung, sie verschwinden wesentlich rascher als Schnupfen und Husten. Wenn sie aber weiterhin Schmerzen, vor allem entlang des Halses, verspüren, wird die Diagnose des Arztes vermutlich Seitenstrangangina lauten. Was ist passiert: Krankheitserreger greifen die Lymphbahnen an, die sich links und rechts des Rachens nach unten ziehen. Daher schon zu Beginn der Erkältung den Hals warm halten!

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