22.08.2006 10:09 |

Goldfischplage

Ausgesetzte Goldfische bedrohen die Artenvielfalt

Unglaublich, aber wahr: Eine Goldfischplage bedroht heimische Tierarten. Verschiedene Institutionen schlagen nun Alarm: Wer sein Haustier in nahe gelegenen Gewässern aussetzt, könnte damit zum Aussterben bedrohter Tierarten beitragen. Deshalb drohen für das Freilassen von Aquarienfischen bis zu 2.200 Euro Strafe.

Goldfische ernähren sich von Eiern, Larven und Kleintieren - und verschieben damit das ökologische Gleichgewicht, bedrohte Tierarten haben oft keine Chance gegen die glitzernden Fressfeinde.

Laut dem oberösterreichischen Landesfischereimeister Karl Wögerbauer sind Sonnenbarsche die größte Gefahr: Sie wachsen rasch und haben kaum natürliche Feinde. Wie viele ausgesetzte Fische sich bereits in Österreichs Flüssen und Bächen tummeln, ist schwer zu sagen.

Strafe soll Aussetzen von Fischen verhindern
In Salzburg hat die herpetologische Arbeitsgemeinschaft gar eine Website ins Netz gestellt, die auf das Problem aufmerksam machen soll. Der unmissverständliche Titel: "Der Goldfisch - ein Problem in heimischen Gewässern". Sind Fische erst einmal das Aquarium los, sind sie nämlich kaum mehr einzufangen. Eine Strafe soll potenzielle Fischbefreier abschrecken: "Wenn man Wassertiere aussetzt, die hier nicht heimisch sind, wird dies mit bis zu 2.200 Euro geahndet", gibt Wögerbauer zu bedenken.

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