Mo, 20. Mai 2019
06.01.2016 13:10

Super-Busserl

VW Budd-e: Mit dem Bulli zurück in die Zukunft

Ausgerechnet mit dem Rückgriff auf einen Klassiker der Markengeschichte wirbt VW für seine Vision künftiger Mobilität. Auf der Elektronikmesse CES feiert die Studie Budd-e Premiere, ein Kleinbus im Geiste des legendären Bulli - allerdings mit Elektroantrieb. Und zwar einem besonders zukunftsträchtigen.

Nachdem Volkswagen "zuvorletzt" gerne in die Zukunft geblickt hat, wurde der Konzern zuletzt ja von der schmutzigen Vergangenheit (bis Gegenwart) eingeholt. Nun wollen sich die Wolfsburger wieder auf die Zukunft konzentrieren.

Das Konzeptfahrzeug Budd-e soll dabei für nicht weniger stehen als für eine neue Ära der erschwinglichen Langstrecken-Elektromobilität. Die Kleinbus-Studie, man könnte sagen das "Busserl", basiert dafür als erstes Modell auf dem neuen Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) des Konzerns. Wenn die Architektur Ende des Jahrzehnts in Serie geht, soll sie rein elektrische Reichweiten auf dem Niveau heutiger Benziner ermöglichen. Das Aufladen der Akkus - wahlweise per Kabel oder induktiv - soll in rund 30 Minuten möglich sein. Für VW bedeutet das den "Durchbruch des Elektroautos".

Ein Gutteil der mit 533 Kilometer angegebenen Reichweite der Studie geht auf das Konto des besonders großen Akkus. Mit 92,4 kWh speichert er fast viermal so viel Energie wie die aktuelle E-Version des Golf. Verbraucht wird der Strom von zwei Elektromotoren, je einem pro Achse. Die vordere E-Maschine kommt auf 100 kW/136 PS, die hintere auf 125 kW/170 PS. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 180 km/h an, der Sprint auf Tempo 100 dauert rund 6,9 Sekunden.

Garniert ist die E-Auto-Studie, wie es der Trend verlangt, mit zahlreichen Vernetzungs-Features. Dazu zählen ein neues Bediensystem mit Gestensteuerung, Rückspiegel-Kameras und ein Online-Anschluss, der auch die Steuerung von Smart-Home-Funktionen erlaubt. So lässt sich etwa vom Steuer aus die Klimaanlage daheim regeln.

Noch unklar ist der Preis eines entsprechenden Serienmodells. Nach heutigen Preisen würde allein der riesige Akku so viel kosten wie ein sehr gut ausgestatteter Golf. Optimistische Experten rechnen mit einem weiteren Sinken der Batterie-Preise zum Ende des Jahrzehnts. Als Schallmauer gelten 150 Dollar pro Kilowattstunde. Selbst das entspräche beim Budd-e noch einem reinen Batteriepreis von rund 12.000 Euro.

Ob der Kleinbus in dieser Form in Serie geht, ist noch unklar. Dass der VW-Konzern aber bis Ende des Jahrzehnts neue E-Mobile auf den Markt bringen will, ist sicher. Ab 2018 wird Audis Elektro-SUV erwartet, Porsche hat bereits einen Sportwagen angekündigt. Auch die Marke VW wird da nicht abseits stehen.

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