Liechtenstein-Coach

Pauritsch: “Für 3 Tage bin ich kein Österreicher”

Sport
25.03.2015 16:07
Wie Rene Pauritsch, Teamchef von Liechtenstein, das Spiel gegen sein Heimatland sieht und wovor er am Freitag etwas "Angst" hat – erzählt er im "Krone"-Interview.

"Krone": Sie trainieren hier mit Ihrer Mannschaft auf dem Sportplatz in Friesen nahe Vaduz, haben den Rollbalken heruntergelassen – sprich, Training unter Ausschluss der Medien. Warum diese Maßnahme?
Rene Pauritsch: Der Rummel in letzter Zeit ist doch schon sehr groß geworden. Nicht nur um meine Person, sondern auch rund um die Mannschaft. Es geht gegen den Tabellenführer, ist für uns zu Beginn des Länderspieljahres 2015 ein absolutes Highlight – da ist es gut, wenn sich die Spieler in Ruhe konzentrieren können.

"Krone": Sie selbst haben auch den Rollbalken runtergelassen.
Pauritsch: Sagen wir einmal so: Ich habe mich in den Liechtenstein-Modus begeben. Für drei Tage bin ich jetzt nicht Österreicher, sondern einzig und allein Teamchef von Liechtenstein – und in dieser Funktion will ich alles versuchen, um Österreich ein Bein zu stellen.

(Bild: Peter Klöbl)

"Krone": Glauben Sie, dass Ihnen das am Freitag gelingt?
Pauritsch: Österreich ist haushoher Favorit, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Aber eine Chance besteht immer, auch für die sogenannten Zwerge. Die es im Übrigen im Fußball gar nicht mehr gibt. Auch wir haben das im Herbst 2014 mit unserem Sieg in Moldawien oder dem Heim-Unentschieden gegen Montenegro gezeigt.

"Krone": Hand aufs Herz: Würde es dem Österreicher Rene Pauritsch wehtun, wenn Österreich durch möglicherweise liegen gelassene Punkte in Liechtenstein die EURO 2016 verpasst?
Pauritsch: Hand aufs Herz: Das passiert nicht! Österreich hat eine so starke Mannschaft, schafft das diesmal ganz bestimmt, davon bin ich überzeugt. Selbst wenn uns Freitag eine faustdicke Überraschung gelingen sollte.

"Krone": Spricht da der Österreicher oder der Fußball-Trainer?
Pauritsch: Der Fußball-Trainer, der nüchterne Analytiker. Österreich hat jetzt eine Mannschaft auf sehr hohem Niveau – Trainerteam, Umfeld und Stimmung passen. Diese Chance nützen sie!

"Krone": Gibt es irgendetwas, das Sie am Freitag "fürchten"?
Pauritsch: Ich hoffe nicht, dass sich diese österreichische Mannschaft in einen Spielrausch steigert. Denn diese Mannschaft ist hungrig, gibt sich nicht mit einer Führung zufrieden, will mehr – da müssen wir dann höllisch aufpassen, dass sie nicht über uns drüberfahren!

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(Bild: KMM)



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