17.03.2006 18:40 |

Damen-Slalom

Kostelic gewinnt überlegen vor Schild

Nicht umsonst ist Janica Kostelic Weltcup-Gewinnerin im Slalom. Denn trotz einer beherzten und riskanten Fahrt von Marlies Schild hatte die junge Österreicherin keine Chance. Kostelic setzte einen traumhaften zweiten Lauf in den schwedischen Schnee und gewann den Slalom überlegen mit 87 Hundertstel Sekunden Vorsprung.

Mit dem zweiten Rang im Abschluss-Slalom sicherte sich Schild Platz zwei in der Disziplinen-Wertung. Anja Pärson fiel nach einem Fehler auf Rang drei zurück. Stark der Auftritt von Resi Stiegler: Sie verbesserte sich im zweiten Lauf von Platz neun auf Rang vier. Die Plätze der anderen Österreicherinnen: 8. Michaela Kirchgasser, 9. Kathrin Zettel, 18. Elisabeth Görgl. Nicole Hosp verpasste kurz vor dem Ziel ein Tor.

29. Sieg für Kroatin
Kostelic zog mit ihrem insgesamt 29. Weltcup-Sieg, dem bereits 20. im Slalom, mit den beiden anderen Saisondominatorinnen im Torlauf gleich. So wie Schild und Pärson feierte sie im Olympia-Winter insgesamt drei Slalom-Siege, nur dieses Trio schaffte in dieser Saison den Sprung aufs oberste Treppchen.

"Bin ganz zufrieden"
Schild war an ihrem vierten Saisonerfolg knapp dran, Platz zwei war aber für sie auch in Ordnung. "Ich bin ganz zufrieden mit dem Resultat", betonte die Olympia-Zweite in der Kombination.

Warum es mit der Kristallkugel nicht geklappt hat, weiß sie: "Ich hatte zwei Ausfälle in dieser Saison, das kann man sich nicht leisten. Janica ist dagegen immer durchgekommen, sie macht wenig Fehler." Die Kroatin war in allen neun Rennen auf dem Stockerl, lediglich bei Olympia war sie als Vierte um 15 Hundertstel am Podest vorbeigefahren.

Hosp verärgert
Nicole Hosp ärgerte sich über die Diqualifikation, just bei der letzten Torkombination hatte sie sich verfahren: "Das ist mir noch nie passiert. Das tut schon weh, aber da kann man jetzt nichts machen." Die hervorragenden Speed-Resultate in Aare an den Tagen zuvor - die Tirolerin hatte den Super-G gewonnen und war in der Abfahrt Vierte geworden - waren im ersten Moment nur ein schwacher Trost. "Das heute ist einfach nur blöd."

 

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