In „Last Exit: Flucht“ wird der Spieler zum Flüchtling. Alles ist wie in einem „normalen“ Rollenspiel aufgebaut, bloß dass noch niemand versucht hat, so komplizierte Inhalte über ein Videospiel zu transportieren. Die Handlung beginnt in der alten Heimat. Hier muss sich der Flüchtling bzw. der Spieler einem heftigen Polizeiverhör stellen.
Schwer wiegende Entscheidungen
Danach folgt eine beschwerliche Reise und ein noch schwierigerer Weg in die neue Gesellschaft. Das Game stellt den Spieler dabei immer wieder vor Entscheidungen, die eigentlich gar keine sind. Bei einer Verhandlungsszene mit einem Schlepper heißt es zum Beispiel: „Ihr seid zu viele Leute im Lastwagen. Sechs müssen aussteigen und du musst wählen ,wer.“ Die Auswahl beschränkt sich dann letztendlich auf drei Möglichkeiten: „Freunde von dir, Verwandte von dir oder Nachbarn von dir.“
Geeignet ab 13 Jahren
In einer Presseaussendung erklärt UNHCR-Sprecher Roland Schönbauer die Problematik: „Angesichts der seit vielen Jahren sinkenden Asylantragszahlen haben ja immer weniger Jugendliche in Deutschland, Österreich oder der Schweiz eine persönliche Erfahrung mit Menschen auf der Flucht – mit dem Game sollen sie zumindest virtuell einmal in die Haut eines Flüchtlings schlüpfen können.“ Und weiter: „Die Kids können sich so besser in die Lage eines Flüchtlings, also etwa eines politisch verfolgten Menschen, versetzen.
Den Link zum Game gibt’s in der Infobox. Als Ergänzung zum Spiel bietet das UNHCR auch umfangreiche Informationen zum Thema im so genannten „Fakten-Web“.
Fotos © UNHCR
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