Fr, 17. August 2018

"Krone"-Interview

15.01.2015 16:57

Wohlfahrt: "Die Kritik ist mein größter Antrieb"

Am Donnerstagnachmittag fixierte die Wiener Austria das Leihgeschäft mit Philipp Zulechner vom SC Freiburg bis Sommer, am Vormittag traf sich der neue Sportdirektor Franz Wohlfahrt zu einem letzten Gespräch mit Marcel Koller, am Abend wohnte er dann der Austria-Generalversammlung im Rathauskeller bei. Im Interview mit der "Krone" sprach er über seinen neuen Job.

"Krone": Herr Wohlfahrt, Sie haben bereits mit Teamchef Marcel Koller geredet. Wie laufen die Gespräche mit dem ÖFB?
Wohlfahrt: Die Gespräche sind abgeschlossen. Ab sofort ist mein Dienstverhältnis mit dem ÖFB gelöst, auch juristisch, und ich bin nun Sportdirektor der Wiener Austria.

"Krone": Für Teamchef Koller sind Sie somit der erste Ansprechpartner bei der Austria.
Wohlfahrt: Das ist sehr positiv. Wir haben über Jahre eine Vertrauensbasis aufgebaut, ich habe bei ihm sehr viel gelernt: Mannschaftstraining, wie man seine Linie durchsetzt, eine gewisse Straffheit in der Organisation. Eine herrliche Zeit.

"Krone": Ihr Ruf als Tormanntrainer ist ausgezeichnet. Warum jetzt der Wechsel auf die Funktionärsebene?
Wohlfahrt: Das begleitet mich mein ganzes Leben. Ich will immer einen Schritt weitergehen. Das war so, als ich von der Austria zu Stuttgart wechselte, oder nachdem ich die UEFA-Pro-Lizenz gemacht habe. Ich bin offen für alles, und das war einfach der nächste Schritt.

"Krone": Was halten Sie der Kritik entgegen, dass es Ihnen auf dem Sportdirektor-Posten an Erfahrung mangelt?
Wohlfahrt: Die Position beinhaltet viel Verantwortung. Diese Herausforderung gehe ich mit Demut an. Ich akzeptiere die Kritik. Ich habe 34 Jahre Erfahrung im Fußball und in der Privatwirtschaft, die nur wenige beurteilen können. Die Kritik ist momentan mein größter Antrieb, den letzten Skeptiker mit meiner Arbeit zu überzeugen. Garantien gibt es keine. Aber Visionen und Ziele.

"Krone": Waren Sie in den Zulechner-Transfer bereits eingebunden?
Wohlfahrt: Rechtlich nicht, aber ich wurde informiert, und meine Expertise war gefragt.

"Krone": Welche Ziele und Erwartungen hat der Sportdirektor Franz Wohlfahrt?
Wohlfahrt: Zum einen: Ich bin nicht der Trainer und werde mich nicht auf die Bank setzen. Abgesehen vom sportlichen Erfolg will ich, dass jeder Aktive bei Violett vor allem eines wird: besser!

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