Nach 21 Monaten in den Händen von Terroristen ist die im Niger in Westafrika entführte Wienerin Eva Gretzmacher endlich freigelassen worden. Die 75-Jährige war am 11. Jänner 2025 in Agadez gekidnappt worden.
Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Mittwochabend unter Berufung auf „zwei anonyme offizielle Quellen“, eine Österreicherin und eine Schweizerin seien in der ostlibyschen Stadt Benghazi eingetroffen, nachdem sie nach mehreren Monaten Gefangenschaft im Niger befreit worden waren. Reuters nannte keine Namen, doch gab es bereits zuvor im Internet Hinweise auf die Freilassung von Gretzmacher.
Sohn schreibt: „Sie ist frei“
So schrieb ihr Sohn Christoph am Mittwochabend auf Facebook über seine Mutter: „Sie verbrachte fast 21 Monate in Gefangenschaft. Eva und Claudia sind jetzt frei. Sie befinden sich derzeit in einem Flugzeug auf dem Weg nach Benghazi, Libyen.“ Die Schweizerin Claudia Abbt war im April des Vorjahrs ebenfalls im Niger entführt worden.
Große Hoffnung seit Mitte September
Mitte September hieß es erstmals, dass Gretzmacher freikommen soll. Das Außenministerium sprach damals von „ermutigenden Informationen“. Und auch ihr Sohn war seither voller Hoffnung: „Nach all dieser Zeit ist es ein emotionaler Moment für uns!“
Am 11. Jänner 2025 begann der Horror
Die „Krone“ berichtete über den Fall. Die Wienerin war am 11. Jänner 2025 in Agadez in Niger unter Waffengewalt im Alter von 73 Jahren aus ihrem Haus verschleppt worden. Die Kidnapper verfrachteten die Frau in einen Geländewagen. Lokale Medien berichteten, dass es sich bei den Kidnappern um Kriminelle handelte, die die Österreicherin an eine terroristische Gruppe weitergereicht haben.
Monatelang kein Lebenszeichen
Monatelang gab es kein Lebenszeichen von ihr – bis zu ihrem 75. Geburtstag. Die IS-nahe Gruppe EIGS ließ ein Bild von ihr über Mittelsmänner veröffentlichen. Es zeigte eine Frau, die sich drei Jahrzehnte lang für die Schwächsten eingesetzt hat. Sie war gezeichnet, abgemagert – irgendwo in der Grenzregion zwischen Niger und Mali gefangen gehalten. Die Österreicherin, die seit fast drei Jahrzehnten in Agadez am Rande der Sahara lebt, ist seit 1996 mit dem von ihr gegründeten privaten Kulturverein Amanay im Niger aktiv.
Nach 21 Monaten Geiselhaft hat die lange Zeit des Wartens für ihre Familie nun endlich ein Ende ...
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