Ein brutaler Raubüberfall erschüttert Vorarlberg. In der Nacht auf Dienstag sollen zwei 13-Jährige in Dornbirn einen Mann (72) hinterrücks attackiert und schwer verletzt haben. Zwar schnappte die Polizei die beiden Verdächtigen kurz darauf, doch passieren wird ihnen aufgrund ihrer Strafunmündigkeit nichts – und das, obwohl sie heuer schon in mehr als 300 (!) strafrechtlich relevanten Fällen tatverdächtig sind.
Laut Polizei sollen sich die beiden 13-Jährigen gegen 1.20 Uhr in der Innenstadt von Dornbirn dem 72-Jährigen von hinten genähert haben. Ohne Vorwarnung begannen sie plötzlich, wie wild auf den Pensionisten einzuschlagen.
Im Polizeibericht heißt es dazu: „Die Täter gingen äußerst brutal gegen den Mann vor, indem sie dem Opfer Schläge und Tritte gegen den Kopf- und Oberkörperbereich versetzten. Auch als der Mann bereits wehrlos und vermutlich bewusstlos am Boden lag, versetzte einer der Täter dem Opfer weitere Fußtritte gegen den Kopfbereich.“
Anschließend zogen die beiden Angreifer dem regungslosen und stark blutenden Mann die Geldbörse aus der Hosentasche und traten zu Fuß die Flucht an. Der 72-Jährige wurde nach der Erstversorgung vor Ort mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Erfolgreiche Großfahndung
Im Zuge der Großfahndung kontrollierte die Stadtpolizei Dornbirn mehrere Jugendliche und fotografierte sie. Nach Auswertung aller Spuren konnten schließlich zwei der kontrollierten Jugendlichen eindeutig als Verdächtige identifiziert werden.
Amtsbekannte Verdächtige
Bei den beiden handelt es sich um zwei 13-jährige mutmaßliche Intensivtäter – ein syrischer und ein in Österreich geborener deutscher Staatsbürger –, welche der Polizei bereits aufgrund zahlreicher Vermögens- und Gewaltdelikte bekannt sind. Im Grunde ist es unfassbar: Gemeinsam sollen die beiden allein im Jahr 2026 in Vorarlberg bereits mehr als 300 Straftaten begangen haben. Aufgrund ihrer Strafunmündigkeit konnten sie bisher allerdings weder angeklagt noch verurteilt oder in Untersuchungshaft genommen werden.
Zeugen des Vorfalls sowie Personen, denen im Vorfeld oder nach der Tat verdächtige Jugendliche oder Jugendgruppen im Stadtgebiet von Dornbirn aufgefallen sind, werden ersucht, sich direkt mit dem Landeskriminalamt Vorarlberg unter der Telefonnummer 059133/803333 in Verbindung zu setzen.
Auch nach der blutigen Attacke auf den wehrlosen Pensionisten wird sich daran nichts ändern: Nach Abschluss der Befragungen werden die beiden Tatverdächtigen wieder in die Obsorge der Eltern entlassen. Eines ist aber auch klar: Diese Tat wird der Forderung von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner, das Strafmündigkeitsalter auf zwölf Jahre zu senken, zusätzlichen Rückenwind verleihen.
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