Nach der Panne im Sommer, als zwei Unwetter die Salzburger Obusflotte lahmlegten, wollte Stadtchef Auinger die Öffi-Fahrzeuge rasch loswerden. Daraus wird nichts. Es werden auch aktuell noch fabrikneue Fahrzeuge in den Dienst gestellt. Deren Lebensdauer wird ziemlich sicher abgewartet.
Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) hat das Thema selbst aufgebracht. Nachdem im Sommer zwei Unwetter innerhalb weniger Tage zweimal die Salzburger Obus-Flotte lahmgelegt hatten, stellte der Stadtchef generell die Zukunftsfähigkeit des Salzburger Oberleitungssystems in Frage.
Die Zukunft gehöre den Batteriebussen, so Auinger im Sommer. Jetzt wird klar, dass der Umbau des Bussystems noch lange dauern wird. „Neue Obusse haben eine Lebensdauer von 20 Jahren. So lange werden wir die Oberleitungen sicher noch haben“, sagte der Bürgermeister beim Spatenstich für die Sanierung der Obus-Remise.
Angesichts gerade erst angeschaffter neuer Busse wird der Abschied von den Oberleitungen also noch mindestens 20 Jahre dauern – oder noch länger. Bis zum Jahr 2032 können die Salzburg Linien aufgrund einer gemeinsamen Ausschreibung mit den Innsbrucker Verkehrsbetrieben in Summe 60 Obusse vom Schweizer Hersteller Hess abrufen.
Neue Remise ist auch für Batteriebusse geeignet
Bei neuen Linien ins Umland sollen allerdings verstärkt Batteriebusse zum Einsatz kommen, kündigte Auinger an. Die neue Remise, die im Jahr 2031 fertig sein soll, kann beides und ist auch für Batteriebusse geeignet. Neben zusätzlichen Fahrzeugen braucht es auch noch weitere Buslenker.
Da ist in den vergangenen Jahren schon viel gelungen. Seit der Obuskrise 2023 mit 15-Minuten-Takt hat sich der Personalstand von rund 250 auf 340 erhöht. Für die Netzreform im Mai sind 360 Obuslenker nötig. Laut Salzburg Linien wird sich das ausgehen. Neun Prozent des Personals sind seit der letzten Einstellungsoffensive übrigens weiblich.
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