Die geplante Schließung des Lebensmittelproduzenten Ardo wird für die heimische Landwirtschaft bereits spürbar: Mehrere Bauern haben die Aussaat von Gemüse wie Winterspinat gestoppt. Österreichischer Spinat und Rotkraut könnte bereits ab 2027 knapp werden.
Viele Betriebe bauen bestimmtes Gemüse, wie zum Beispiel Spinat nicht mehr an, heißt es im Ö1-Morgenjournal am Dienstag. Ab Frühjahr dürfte demnach kein österreichischer Spinat und kein Rotkraut mehr nachkommen.
Mit dem Produktionsstopp würde ein wichtiger Teil des Angebotes wegfallen – schließlich machen Spinat und Rotkraut rund ein Viertel des Tiefkühlgemüses im heimischen Handel aus.
Werk in Groß-Enzersdorf einziger Abnehmer
Das Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf hat in Österreich die einzige Produktionslinie, um das Gemüse weiterzuverarbeiten, so die Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse (ETG). Da die Landwirte für ihren Tiefkühl-Spinat aktuell keine Abnehmer haben, stoppen viele also den Anbau und die Aussaat.
Spekulationen über Ardo-Rettung
Zuletzt wurde über die mögliche Rettung des Werkes in Groß-Enzersdorf spekuliert. Im Gespräch waren etwa die auf Gemüseverwertung spezialisierte efko – sowie die Agrana. Auch der Familienbetrieb „Schneider‘s Gemüseland“ hat Gespräche über mögliche Ersatzlösungen bestätigt. Die niederösterreichische Landesregierung hält eine Rettung des Werkes jedoch für unwahrscheinlich.
Zudem gibt es eine private Online-Petition zum Erhalt der Produktion des Marchfelder Tiefkühlgemüses. Diese zählt bereits rund 100.000 Unterschriften. Mit der Petition möchten die Initiatoren Druck auf die Politik ausüben.
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