In Graz sollen Kinder und Jugendliche künftig mehr mitreden und mitgestalten können. Im Zuge eines Ideenwettbewerbs setzte sich ein Konzept durch, das Kinderversammlungen auf Stadtteil-Ebene ab dem nächsten Jahr vorsieht.
Die Stadt Graz hat sich das Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche stärker in Entscheidungen einzubeziehen. Aus diesem Grund startete Jugendstadträtin Claudia Unger im Frühjahr einen Prozess, um das Thema Teilhabe und Demokratiebildung – gemeinsam mit dem Kinderparlament Graz – auf neue Beine zu stellen.
Zahlreiche Konzepte wurden eingereicht, aus denen ein Sieger hervorging: „Kinderpartizipa(k)tion im Stadtteil“ von Fratz Graz. Die Organisation setzt sich schon lange in Graz für Spiel- und Lebensräume von Kindern ein. Das Siegerkonzept sieht unter anderem Kinderversammlungen auf Stadtteil-Ebene vor und soll nächstes Jahr in Umsetzung gehen.
„Experten für eigenen Lebensraum“
Ernst Muhr, Geschäftsführer Fratz Graz, erklärt: „Kinder sind die Experten für ihre eigenen Lebensräume. Wenn sie mitreden und mitgestalten, entstehen schönere und spannendere Spielplätze, bessere Schulwege und lebendigere Grünflächen, die letztlich der gesamten Nachbarschaft guttun.“
Jugendstadträtin Claudia Unger betont: „Es ist mir ein Anliegen, Grazer Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben. Mit dem Projekt geben wir ihnen nicht nur die Möglichkeit die Stadt aktiv mitzugestalten und ihre Ideen einzubringen, sie lernen dabei auch wie Demokratie und Bürgerbeteiligung funktionieren.“
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