16.07.2014 18:40 |

Tour de France

Gallopin gewinnt 11. Etappe, Nibali weiter in Gelb

Der Franzose Tony Gallopin bleibt eine der prägenden Figuren der 101. Auflage der Tour de France. Der 26-Jährige aus dem Team Lotto gewann am Mittwoch mit einem beherzten Finish seine erste Etappe bei der Frankreich-Rundfahrt, erst am Montag hatte der Außenseiter bereits für einen Tag das Gelbe Trikot getragen.

In der Gesamtwertung liegt Frankreichs neuer Radsport-Liebling weiter auf Rang fünf. Größere Veränderungen im Klassement gab es auf der elften Etappe über 187,5 Kilometer von Besancon nach Oyonnax nicht. Der Italiener Vincenzo Nibali führt weiterhin 2:23 Minuten vor dem Australier Richie Porte, dem Zimmerkollegen und neuen Kapitän des Österreichers Bernhard Eisel bei Sky. Dritter ist der Spanier Alejandro Valverde (+2:47 Minuten).

Gallopin nutzt genaue Streckenkenntnis aus
Gallopin machte sich seine genaue Streckenkenntnis zunutze: Bereits auf der Abfahrt von der letzten Bergwertung hatte Gallopin aus dem Feld attackiert, wurde aber vom Polen Michal Kwiatkowski, dem Australier Michael Rogers und dem im Sprint favorisierten Slowaken Peter Sagan eingeholt. Etwas mehr als zwei Kilometer vor dem Ziel griff der Franzose noch einmal an und rettete sich vor dem vom Deutschen John Degenkolb angeführten Feld über die Linie.

"Erst das Gelbe Trikot, dann die Etappe - es ist unglaublich"
Es war nicht nur der zweite französische Tagessieg bei der laufenden Tour, sondern auch Gallopins zweiter großer Coup. Als Teil einer Ausreißergruppe hatte er Favorit Nibali am Sonntag in den Vogesen überraschend für einen Tag das Gelbe Trikot ausgezogen und durfte dieses ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag tragen. "Erst das Gelbe Trikot, dann die Etappe - es ist unglaublich", sagte Gallopin. "Ich hätte nicht daran geglaubt. Ich war schon sehr zufrieden, wie es bisher für mich gelaufen ist."

Ein Mitfavorit ist dagegen bereits aus dem Rennen: Der US-Amerikaner Andrew Talansky, Sieger der Dauphine Libere, stieg am Mittwoch 60 Kilometer vor dem Ziel wegen starker Rückenschmerzen weinend vom Rad - setzte das Rennen aber wenig später doch noch einmal fort. Talansky blieb mit 32 Minuten Rückstand zwar im Zeitlimit, verlor aber jegliche Chance auf einen Spitzenplatz.

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