26.06.2014 09:05 |

26. Juni 2014

Andi Herzog: "Diesen Messi sofort verkaufen"

Hotel Golden Tulip in Recife: Am Meer, wo auch die Kroaten vor dem K. o. gegen Mexiko schliefen. Aber alle Gedanken an ein Verlierer-Hotel widersprechen der US-Mentalität. Andi Herzog schlägt zunächst ein Treffen spätabends vor ("Wir haben so viele Meetings"), dann anders: "Komm jetzt schnell vor dem Abendessen!" Beim Hotel-Eingang wartet ein Security-Mann, geleitet zur Rezeption. Wen ich sprechen will, wie ich heiße. Wenig später kommt Herzog grinsend in die Halle, zeigt auf einen, der lässig beim Stiegenaufgang steht: "An dem kommst nicht vorbei, unser Bodyguard."

Deutsche Hotelgäste kommen, bitten um ein Erinnerungsfoto - kein Problem. Mit einem Auge verfolgt er Kolumbiens 4:1, schwärmt von der Nummer 10, James Rodriguez: "Jedes gute Team braucht einen starken Linksfuß", sagte er lachend, wohl in Gedanken an seine Karriere, "wir haben  keinen."

Apropos Linksfuß: Über den prominentesten, Lionel Messi, war er am Abend vor dessen Toren drei und vier fast empört. "Gut, seine zwei Supertore. Aber sonst? Der Toni Polster, dem sie bei uns immer vorwarfen, nur herumzustehen, ist  im Vergleich zu diesem Messi viel gelaufen. Hätte ich etwas bei Barcelona zu reden, ich würde ihn sofort um 150 Millionen verkaufen. Der ruiniert sonst diesen Klub."

Die prominenten europäischen Opfer beschäftigen ihn: "Europäer spielen in Europa um vieles besser. In Österreich habens’ gemeint, die US-Qualifikation in Nord- und Mittelamerika sei nicht schwer. Costa Rica und Mexiko haben hier das Gegenteil bewiesen."

Berti Vogts liebt Arnautovic
Wieder kommt auf sein Handy eine der vielen SMS aus der Heimat. Mit der Aufforderung, die Deutschen rauszuwerfen: "Wird schwer! Für mich ist das emotionell schon irgendwie anders als die Spiele mit Österreich gegen Deutschland." Berti Vogts schwärmt ihm fast täglich von Marko Arnautovic vor: "Sein Liebling. Komisch, Berti tut sich leicht mit schwierigen Typen." Das Abendessen ruft - danach zwei Stunden mit dem zweiten Assistenten Tab Ramos Gespräche mit den Spielern über  ihre deutschen Gegner: "Seit 13. Mai steh ich täglich schwer unter Strom. Nicht leicht." Daher weiß er noch nicht, ob er das Angebot, US-Olympiateamchef zu werden, annimmt.

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