Erste Ausfahrt im Peaq

Das ist der Gipfel! Skoda überragt alle VW-Stromer

Motor
31.03.2026 11:07
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Von krone.at

Noch ist er getarnt, der Peaq: So nennt Škoda sein größtes Auto, das im Herbst auch zu uns rollt. Aber schon jetzt konnten wir mit dem elektrischen Siebensitzer eine Runde rund um den Comer See drehen. Und dann sogar unter das Tarnkleid blicken.

Tarnen und täuschen: Das haben wir beim Bundesheer monatelang gelernt. Zwar geben sie bei Škoda keine Schwammerln ins Netz des Helmes wie wir damals im herbstlichen Kärnten. Doch welche Scheinwerfer der Peaq letztlich haben wird, wenn er auf den Markt kommen wird, ist dank der Tarnfolien ebenso unklar wie dessen Heckpartie. Und auch den Innenraum haben sie noch fein säuberlich abgeklebt.

Heinz Müller fuhr den getarnten Škoda Peaq am Comer See.
Heinz Müller fuhr den getarnten Škoda Peaq am Comer See.(Bild: Skoda)

Doch starten wir mit der Einordnung: Nach Enyaq und Elroq – in Österreich im Vorjahr auf den Plätzen 3 und 2 aller Elektroautos – ist der Peaq das vierte E-Fahrzeug der Tschechen: Denn bevor der Peaq im Spätherbst zu den Händlern rollt, wird mit dem Epiq noch ein flottes Vier-Meter-Mobil auf die Räder gestellt.

Das „Sahnehäubchen“
Der Peaq wird natürlich nicht an die Zulassungszahlen seiner drei Geschwister mit dem E als Anfangsbuchstaben herankommen. Doch ein Ausrufezeichen ist er allemal: Ein „Sahnehäubchen“, wie es Škoda-Chef Klaus Zellmer im Interview ausdrückte. Denn die Tschechen sind die einzigen im Konzern, die einen so großen Pkw mit E-Antrieb im Portfolio haben werden.

Wie groß? Fast 4,90 Meter, sagt der Hersteller. Auf den Millimeter genau will man es momentan noch nicht verraten, um den Spannungsbogen zur Weltpremiere zu erhalten. Damit ist der Peaq kürzer, schmäler und vor allem im Stadtverkehr handlicher als beispielsweise der Hyundai Ioniq 9 oder der Kia EV 9.

Bis zu sieben Sitze oder 1010 l Kofferraumvolumen.
Bis zu sieben Sitze oder 1010 l Kofferraumvolumen.(Bild: Škoda Auto)

Elf Zentimeter länger als der Kodiaq
Und die Tschechen spielen jenes Spiel weiter, in dem sie auch bei den anderen Elektroautos erfolgreich sind: Das heißt Preisparität, und man meint damit einen (zumindest ungefähr) gleichen Preis zum vergleichbaren Verbrenner. In diesem Fall ist das der 4,76 Meter lange Kodiaq: Nun kann man sagen, dass der Peaq mit seinen 11 Zentimetern mehr Außenlänge und 17 Zentimetern mehr Radstand ein bisserl Aufpreis zum Kodiaq wert ist.

Und natürlich wird man wohl auch eine vergleichbare PS-Zahl für die Kalkulation des Preises heranziehen, sodass wir aktuell von einem Startpreis von etwa 60.000 Euro ausgehen. Die Bestellbücher werden bereits Ende Juni, kurz nach der Weltpremiere, geöffnet.

Die 4,9 m Länge sorgen für eine stattliche Erscheinung.
Die 4,9 m Länge sorgen für eine stattliche Erscheinung.(Bild: Škoda Auto)

Akkus von rund 60 bis 90 kWh
Was dürfen wir jetzt schon schreiben? Die Antriebsvarianten natürlich: MEB-Plattform, 400-Volt-Technik. Gestartet wird mit einer Batteriegröße von ca. 60 kWh (204 PS), dazu gibt es noch ca. 90 kWh (299 PS), letztere auch als Allradler. Bis zu 1010 Liter Stauraum (beim Fünfsitzer) plus 37 Liter Frunk. Innen sehr nobel, also eine Klasse höher als andere Škodas: Viel Platz, nur in Reihe drei könnte es für große Erwachsene auf langen Strecken eng werden.

Fahren? Eine Dreiviertelstunde im Konvoi am See entlang, dann wieder retour: Da lässt sich noch nicht viel sagen über Straßenlage, Beschleunigung etc. Das bleibt dann der eigentlichen Fahrvorstellung vorbehalten. 

Der Vision 7S kündigte 2022 den Peaq schon an.
Der Vision 7S kündigte 2022 den Peaq schon an.(Bild: Skoda/PETR HOMOLKA)

Vision 7S wird wahr
Spoiler: Wer die Vision 7S von 2022 hernimmt, normale Spiegel draufgibt und diverse Spielereien weglässt, ist nah dran an der Realität. Denn in einem kleinen italienischen Studio durften wir (nach Abgabe sämtlicher Handys) auch die endgültige Version des Peaq betrachten und sogar drinsitzen, fühlen – und staunen: „Aber bitte nichts schreiben“, hieß es. Nur so viel: Der Name Peaq erinnert wohl nicht zufällig an das englische Wort für Gipfel. Ein neuer Gipfel an Größe und Qualität, den Škoda damit erreicht. Aber, Vorsicht, mehr gibt es momentan nicht: Psst!

Heinz Müller

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